Shared Mobility

Zwischen E-Scooter und Bike: In Wien kann man jetzt mit Wheels fahren

Axel Lindnér, Vice President and General Manager for Europe von Wheels mit dem ersten Wiener Wheels-Bike am Ring-Radweg © Ákos Burg
Axel Lindnér, Vice President and General Manager for Europe von Wheels mit dem ersten Wiener Wheels-Bike am Ring-Radweg © Ákos Burg

Gibt es zwischen E-Scooter und E-Bike noch eine Lücke, die geschlossen gehört? Das US-Startup Wheels empfindet das so und hat ein Mittelding erfunden, das nun die Straßen Wien erobern soll. Je nach Standpunkt handelt es sich um einen E-Scooter mit Sitzmöglichkeit oder ein E-Bike im Mini-Format – gestrampelt werden muss jedenfalls nicht, genau genommen geht das gar nicht, denn Pedale gibt es keine.

Die ungewöhnlichen Fahrzeuge sollen sicherer und auch nachhaltiger sein, als Leih-E-Scooter. So lasse sich beispielsweise der Akku für das Laden entnehmen. Dadurch spare man sich das Einsammeln der gesamten Wheels, wodurch wiederum weniger Fahren mit umweltschädlichen Transportern notwendig sind.

Sitzend sicherer fahren

Mehr Sicherheit verspricht der Anbieter außerdem durch mehr Stabilität beim Fahren. „Viele Unfälle mit Fahrzeugen wie Scootern resultieren aus dem Verlust der Balance durch den hohen Schwerpunkt beim Fahren und die kleinen Reifen. Unser elektrisch betriebenes Bike bietet seinen Nutzerinnen und Nutzern einen komfortablen Sattel und größere Räder, damit das Gleichgewicht optimal gehalten und die vielen Unebenheiten auf der Straße ausgeglichen werden“, erklärt Axel Lindnér, Vice President and General Manager for Europe von Wheels.

Lautsprecher für Navi oder Musik

Die Mini-Bikes sind zudem mit einem Bluetooth-Speaker ausgestattet, der sich mittels Smartphone bespielen lässt. Dabei denkt der Anbieter nicht an Musik, sondern an Audiobefehle eines Navigations-Systems. So habe man beide Hände frei, um den Lenker zu halten. Natürlich könne man damit auch Musik hören, wie ein Sprecher auf Nachfrage bestätigte.

Unter den teuersten Anbietern

Sonst funktioniert Wheels ähnlich, wie man es von den kleinen E-Rollern gewohnt ist: Per App kann man sie ausborgen, innerhalb des Gürtels abstellen, wo es die Regeln erlauben. Die Kosten liegen leicht über denen der E-Scooter-Anbieter: Das Entsperren des Gefährts kostet mit 1 Euro genauso viel und dann werden pro Minute 29 Cent fällig, während es bei anderen Anbietern zwischen 15 und 27 Cent sind. Die Flotte ist zum Start 75 Wheels stark, soll aber rasch aufgestockt werden.

Auch das Betriebsgebiet innerhalb Wiens soll mit der wachsenden Flotte ausgedehnt werden. Bis August kann sich Wheels eine Flottenstärke von 500 Mini-Bikes vorstellen, wobei das von der Nachfrage abhänge. Wie bei allen anderen E-Scooter-Anbieter dürfen theoretisch bis zu 1.500 Wheels in Wien fahren – auch sonst gelten die gewohnten Regeln für E-Scooter.

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