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Xperience: Wiener Startup launcht „Tinder“ für neue Freundschaften

Xperience-Geschäftsführer Simon Becke © Xperience
Xperience-Geschäftsführer Simon Becke © Xperience

Digitale Freundschaften sind in der Pandemie immer wichtiger geworden, sind vor allem aber durch Social-Media-Konzerne aus den USA wie Facebook geprägt. Eine regionale Alternative will das Wiener Startup Xperience bieten. Die neue gleichnamige App des Unternehmens, die am Montag gestartet ist, soll als eine Art „Tinder für Freundschaften“ fungieren. Die Anwendung soll es ermöglichen, Freizeitaktivitäten zu erstellen, an der sich potenzielle neue Freund:innen beteiligen können.

App soll zum Rausgehen ermutigen

„Das Problem ist doch oft: Man sitzt zuhause und langweilt sich, möchte aber eigentlich rausgehen und etwas erleben“, schildert Xperience-Geschäftsführer Simon Becke bei der App-Präsentation. „Die eigenen Freunde haben dann oft keine Zeit oder die passende Gruppe für bestimmte Aktivitäten fehlt.“ Die neue App soll dazu ermutigen, tatsächlich mit fremden Menschen auszugehen und so neue soziale Gruppen in der realen Welt zu finden. Mit fünf Kolleg:innen hat Becke innerhalb der vergangenen drei Jahre die Anwendung entwickelt.

TrostHelden: Startup bringt mit Algorithmus trauernde Menschen zusammen

Vor allem zu den US-Social-Media-Giganten will Xperience einen Kontrast bieten. Im Gegensatz zu vielen größeren Plattformen soll die App keinerlei Daten von Nutzer:innen an Dritte verkaufen. Auch soll sie komplett frei von Werbung bleiben und dennoch kostenlos für die User:innen sein. Das Geschäftsmodell des Jungunternehmens basiert vor allem auf kostenpflichtigen Events, die auf der App beworben werden sollen. Von den Ticketverkäufen will Xperience eine Kommission einfordern. Auch sucht das Startup nach Partnerbetrieben. Bei bestimmten Aktivitäten, die zu einem Partnerunternehmen passen, soll die App diese User:innen empfehlen.

Xperience-Idee nicht völlig neu

Die App ist sowohl auf iOS als auch Android zum Download erhältlich. Momentan ist Xperience nur in Wien verfügbar. In Zukunft soll sich das soziale Netzwerk auf den Rest von Österreich und danach auch auf Europa ausweiten. Ob das Startup dieses Ziel tatsächlich erreichen kann, steht noch in den Sternen. Es handelt sich bei Weitem nicht um den ersten Herausforderer für Facebook und Co. Ein ähnliches Konzept verfolgt beispielsweise das Münchner Startup Spontacts. Auch beim „Tinder für Freundschaften“ gibt es bereits große Mitbewerber. Unter anderem lässt Bumble BFF User:innen platonische Freundschaften schließen.

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