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Impact-Shopping

Wirhelfen.shop: Caritas macht Spenden so cool wie Online-Shoppen

Die Caritas Wien hat Wirhelfen.shop gestartet © Screenshot

„Spenden ist ein sehr altes Thema“, sagt Claudia Winkler und meint damit das Alter der Zielgruppe. Warum? „Weil der Bereich kaum digitalisiert ist“. Damit gemeint ist nicht nur, dass man irgendwo online Geld überweisen kann. Für eine junge Zielgruppe fehlt beim Spenden die passende „User Experience“ und die hat ein Team rund um Claudia Winkler nun gemeinsam mit der Caritas Wien geschaffen: Wirhelfen.shop ist ein Online-Shop der guten Taten.

In dem Shop kann man Artikel, die anderen Menschen helfen, in den Warenkorb legen – ganz, wie man das vom Online-Shoppen eben gewohnt ist. Zum Beispiel kann man einen Schlafsack kaufen oder Tampons – nur, dass diese Produkte dann eben nicht für den Käufer bestimmt sind, sondern für Menschen, die sie dringend brauchen und nicht selbst kaufen können. Wer sich (auch) selbst beschenken möchte, kann zum Beispiel eine „1 + 1“-Haube kaufen und damit gleichzeitig eine spenden. Oder einen virtuellen Punsch trinken – den macht man dann selbst, aber der Beitrag kommt trotzdem der Obdachloseneinrichtung Gruft zu Gute, der heuer 30.000 Euro an Spenden durch Punschstände fehlen.

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Benachrichtigung, wenn der Artikel ankommt

„Menschen können über Wirhelfen.shop so helfen, wie es gerade zu ihnen passt – eine Mutter will vielleicht gerne Windeln spenden, Hundebesitzer spenden vielleicht Futter für Hunde im Obdachlosenhaus“, erklärt Winkler das breite Angebot. Dass die Spende auch genau das auslöst, was man gekauft hat, erfährt die Kundin oder der Kunde per Push-Benachrichtigung. Die kommt nämlich genau dann, wenn die Suppe, der Schlafsack oder der Laptop ausgegeben wird, der gespendet wurde.

„Dieser proof of impact ist den Menschen wichtig, das haben wir in Tests und gemeinsam mit Menschen aus der Zielgruppe herausgefunden“, so Winkler. Nutzer der Plattform können sich daher ein richtiges „Impact Portfolio“ aufbauen und in einem Dashboard sehen, in welchen Bereichen sie bereits einen Impact hatten und wie groß der war.

Tausende Kunden in ersten acht Wochen

Zielgruppe sind junge Menschen, die bereits voll im Berufsleben stehen, bisher aber selten oder nie gespendet haben. Sie sollen mit der „Shopping Experience“ dazu motiviert werden, Zeit, Geld oder Sachspenden zu schenken. Umgesetzt wurde der Shop von einem neuen Business der Caritas Wien, das gemeinsam mit Claudia Winkler und anderen Startup-Gündern gestartet wurde: Good Deeeds. Und diese erste gute Tat ist voll aufgegangen: Binnen acht Wochen hatte Wirhelfen.shop laut Winkler bereits mehrere Tausend Kunden und rund 20.000 verkaufte Produkte.

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