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Wiens erster „Cooling Park“ wird Umgebung um bis zu 6 Grad abkühlen

So soll der Cooling Park beim Haus des Meeres in Wien aussehen © Architekturbüro Carla Lo
So soll der Cooling Park beim Haus des Meeres in Wien aussehen © Architekturbüro Carla Lo

Nach dem zu warmen Frühling ist vor dem zu heißen Sommer. Besonders in Großstädten bilden sich in den Sommermonaten in wenig begrünten Umgebungen massive Hitzeinseln. Wien gilt als „World’s Greenest City“ als Modellstadt für viel Natur, ruht sich aber keineswegs auf dem Erfolg aus. Im sechsten Bezirk laufen gerade die Arbeiten für ein weiteres Vorzeigeprojekt, den ersten „Cooling Park“. Durch eine Neugestaltung sollen Teile des Esterhazyparks ihre Umgebung um bis zu 6 Grad abkühlen können.

Nebelduschen für Kühleffekte

In der Mitte des Parks sind rund 30 Quadratmeter für das Herz des „Cooling Parks“ reserviert. Dort entstehen drei 3,4 Meter hohe und bepflanzte Ringe mit Nebeldüsen, die als kühler Aufenthaltsort dienen sollen. Zusätzlich werden zwei drei Meter hohe Nebelduschen mit einem Durchmesser von bis zu 2,2 Meter installiert. Der derzeit auf großen Flächen zubetonierte Park soll außerdem grüner werden. Beton und Asphalt werden Bäumen, Gräsern und Stauden weichen. Auch die große Betonrampe, die von der Schadekgasse in den Park führt, wird abgetragen – der Park gewinnt so 200 Quadratmeter Fläche.

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Eröffnung im Herbst geplant

„Am Weg zur Klimamusterstadt starten wir hier ein Pilotprojekt, bei Erfolg rollen wir es auf andere Parks und Plätze aus“, stellt Umweltstadträtin Ulli Sima in Aussicht. Bis man sich im kühlen und grünen Esterhazypark entspannen kann, wird es allerdings noch dauern. Die Bauarbeiten schreiten trotz der Coronavirus-Auflagen für Baustellen gut voran, heißt es in einer Aussendung der Stadt Wien. Zahlreiche Betonflächen seien schon entfernt worden und die Arbeiten an den notwendigen Wasserleitungen im Laufen. Wenn alles nach Plan verläuft, kann der 10.600 Quadratmeter große Park im Herbst eröffnen.

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