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Wiener Linien: U-Bahnstationen werden zu Solarkraftwerken

Die U1-Station Alte Donau wird zum ersten Solarkraftwerk. ©Wien Energie/Tobias Holzer
Die U1-Station Alte Donau wird zum ersten Solarkraftwerk. ©Wien Energie/Tobias Holzer

Bereits im Jänner kündigte Wiens Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky eine „Solaroffensive“ an und gab bekannt, dass die österreichische Hauptstadt sich zur „Solarmusterstadt“ entwickeln soll. Das soll jetzt zukünftig auch auf den Dächern von U-Bahnstationen umgesetzt werden. Wie aktuell bekannt gegeben wurde, schließen sich die Wiener Linien und Wien Energie nun im Rahmen der Photovoltaik-Offensive der Stadt Wien zusammen. 20 Öffi-Gebäude mit etwa 70.000 Quadratmeter Dachfläche sollen im Zuge der Zusammenarbeit mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet werden.

Strom für Stationen, Rolltreppen und Aufzug

3.500 Megawattstunden Sonnenstrom sollen die Anlagen künftig produzieren. Dieser Strom soll dann wiederum für den Betrieb von Stations-Beleuchtungen, Rolltreppen und Aufzügen genutzt werden, so die Angaben der Wiener Linien. Durch die bisher 20 geplanten Anlagen sollen so über 2.000 Tonnen CO2 jährlich eingespart werden können.

Künftig wird bei allen Bauprojekten und Sanierungen geprüft, ob die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen möglich ist. Die 20 fixierten Anlagen bis 2025 befinden sich quer durch die Stadt auf Öffi-Stationen, aber auch auf der neuen Lehrwerkstätte“, so Günter Steinbauer, Geschäftsführer der Wiener Linien.

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Start in der Donaustadt

Bis 2025 soll das Projekt somit umgesetzt werden, der Anfang wird in der Wiener Donaustadt gemacht. Die U1-Station Alte Donau, welche sich im Moment im Umbau befindet, wird sich ab Frühjahr 2022 selbst mit Solarstrom versorgen. Ein Solarkraftwerk mit bis zu 120 Kilowatt Peak Power ist auf dem Dach geplant, so die Wiener Linien. Damit soll die Station Alte Donau inklusive ihrer U1 Nachbarstationen in Spitzenzeiten versorgt werden können.

Die Errichtung von Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern ist Teil des „Greener Linien“-Programmes der Wiener Linien. Im Zuge der Initiative will das Unternehmen den Fokus auch auf weitere Maßnahmen legen. Dazu zählen unter anderem begrünte Wartehäuschen, welche bereits an einigen Standorten zu finden sind, Rasengleise oder auch Grüngleise, welchen laut Angaben des Unternehmens bisher eine acht Kilometer lange Strecke ausmachen, Schulungen für eine effizientere Fahrweise und die Nutzung der Bremsenergie von Schienenfahrzeugen.

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