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CSR

We Shape: Berliner Startup entwickelt Plattform für personalisierte Unternehmensspenden

Jeder Mitarbeiter kann selber entscheiden, für was er spenden möchte. ©We Shape
Jeder Mitarbeiter kann selber entscheiden, für was er spenden möchte. ©We Shape

Alljährlich steigt in der Vorweihnachtszeit auf Unternehmensseite die Bereitschaft zum Spenden. Welche Projekte die begünstigten sind, ist dabei oft eine schwierige und in der HR-Abteilung angesiedelte Entscheidung. Genau das möchte das Berliner Startup We Shape ändern. Sie haben eine Plattform entwickelt, über die Unternehmen verschiedene zur Auswahl stehende Projekte benennen und eine verfügbare Spendensumme bestimmen können. Diese Spendensumme wird dann in Credits umgewandelt, welche den Mitarbeitern des Unternehmens zugeschrieben werden. Ähnlich wie bei einem Onlinegame, können diese dann die Credits frei verwalten und für Spenden an Projekte ihrer Wahl,auch unabhängig der Vorweihnachtszeit, verwenden. Im Gegenzug dazu erhält das Unternehmen immer die neusten Informationen über ihre geförderten Projekte oder Organisationen. So sind die Mitarbeiter am Spendenprozess beteiligt und Projekte erhalten auch über die Weihnachtszeit hinaus benötigte Unterstützung. 

Statt Firmen-Weihnachtsfeier: NGO-Startups hoffen auf mehr soziales Engagement

CSR in eine Herzensangelegenheit umwandeln

Gegründet wurde das junge Startup erst im Juni 2020 von Tobias Freund und Steven Squires. Noch befindet sich die Plattform in der Beta-Phase und arbeitet mit fünf Kunden zusammen. Ab Februar 2021 ist dann die komplette Marktöffnung geplant. Bis Mai 2021 wollen die Gründer so bis zu 100 Firmenkunden auf ihre Plattform holen. Nach Meinung der Gründer ist für viele Unternehmen ein angewendetes Corporate Social Responsibility-Management (CSR) bisher eher ein Muss als eine Herzensangelegenheit. Das wollen sie mit We Shape ändern. Die Gründer: “ Mitarbeiter:innen und Kund:innen sind aktiver Teil des sozialen Engagements. Somit wird greifbar: Wer mit seinem Einsatz Gewinne für das Unternehmen erwirtschaftet, trägt mit diesem Einsatz auch zu einem positiven Wandel in der Gesellschaft bei.” Somit könnten die Unternehmen nach Ansicht des Startups, Teile ihres Engagements als einen festen Bestandteil des HR und des Marketings machen und so mit größeren Budget nachhaltig Projekten helfen und ihren Beschäftigten einen Mehrwert mitgeben.

Große Finanzierungsrunde im Sommer 2021 geplant

Finanziert wurde die Gründung des Startups bisher größtenteils von den Gründern selbst, in Verbindung mit der Initiative Tech for Equity und einem Business Angel für eine kleinere Seed Runde. Die Firmen, die die Plattform nutzen, zahlen monatlich Mitgliedsbeiträge für den Service. 

Auch für 2021 hat das junge Startup bereits große Pläne. In den nächsten ein- bis zwei Jahren möchten sie mir ihre Plattform den gesamten deutschsprachigen Markt erreichen. Auch weitere Features und ein größeres Team sind geplant. Im Sommer nächsten Jahres ist dafür bereits eine erste Finanzierungsrunde geplant. 

#GivingTuesday: Neuer Spendenkompass des Wiener Startup Impactory zeigt den Weg zum richtigen Projekt

Ähnliches Startup bereits in Österreich am Markt

Auch in Österreich hat sich bereits ein Startup auf die Modernisierung des Spendenprozesses spezialisiert. Das Wiener Startup Impactory bietet Spendern und gemeinnützigen Organisationen eine Plattform, über die Spenden einfach online abgewickelt werden können. Auf der Webplattform sind eine Vielzahl an gemeinnützigen Unternehmens gelistet. Neben der Möglichkeit als Privatperson direkt über die Seite an seine Lieblingsorganisation zu spenden, können Unternehmen eigene Impactory-Seiten buchen, auf denen ausgewählte Projekte präsentiert werden. Via Spendengutscheine oder firmeninternen Aktionen können sie dann Mitarbeiter und Kunden dazu  motivieren zu spenden. Bei der Auswahl des richtigen Projektes, welches zum Spender passt, kann der im November gelaunchte Spendenkompass helfen. Dieser fragt den User allgemeine Fragen zu den präferierten Spendenzweck und zeigt am Ende dann die Projekte an, die sich aus den Antworten ergeben.

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