Abkühlung

Vier „Coole Straßen“ in Wien bleiben dauerhaft

So soll die "Coole Goldschlagstraße" aussehen © Stadt Wien / ZOOMVP.AT
So soll die "Coole Goldschlagstraße" aussehen © Stadt Wien / ZOOMVP.AT

Die „Coolen Straßen“ in Wien sind das Herzensprojekt von Vizebürgermeisterin Birgit Hebein. In insgesamt 18 Grätzeln werden heuer Straßenzüge und Gassen durch Nebelduschen und andere Maßnahmen abgekühlt. Die Maßnahmen sind temporär gedacht und sollten vorerst bis 20. September bleiben – einige Anlagen mussten allerdings zwischendurch abgedreht werden, da es Probleme mit der Wasserqualität gab, wie das Büro der Vizebürgermeisterin mittlerweile bestätigte. Trotz der Probleme und anhaltender Kritik, hält Hebein an dem Projekt fest und eröffnet heuer in vier Fällen sogar dauerhafte „Coole Straßen“.

Bäume, Wasserspiele, Sitzmöglichkeiten

Umgesetzt werden diese dauerhaften Projekte in der Phorusgasse in Wieden, der Franklinstraße in Floridsdorf, der Pelzgasse in Rudolfsheim-Fünfhaus und der Goldschlagstraße in Penzing. Letzteres dürfte das Vorzeigeprojekt der sogenannten „Coolen Straßen Plus“ sein. Dort werden zwischen Matznergasse und Missingdorfstraße der Verkehr beruhigt, neun neue Bäume gepflanzt, Wasserspiele und Nebelduschen installiert und Sitzmöglichkeiten geschaffen. Selbst Teile der Fassaden in diesem Bereich sollen begrünt werden.

„Coole Straßen“: Wien dreht in 18 Grätzeln Nebelduschen auf

Kritik von der Opposition

Die Coole Straße Plus wird für die Menschen ein neuer Ort der Begegnung werden, auf dem Kinder Platz zum Spielen und Nachbarinnen und Nachbarn Raum haben, sich kennenzulernen und zu plaudern, so Hebein. Bei der Opposition sorgten die „Coolen Straßen“ hingegen für laute Kritik. Elisabeth Olischar von der ÖVP Wien betonte etwa, dass Bauprojekte verschoben werden mussten, da die „Coolen Straßen“ nicht für Baustellen geeignet seien. Anton Mahdalik von der Wiener FPÖ meint, dass die Stadtplanung hier grundsätzlich versagt habe, da durch das Zubetonieren in Neubaugebieten Hitzepole geschaffen wurden. Sein Kollege Christian Unger kritisierte die Ressourcenverschwendung durch Nebelduschen.

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