Stoßzeit

Verkehrsclub: So sollen Dienstwege auf Rad und Öffis umgelenkt werden

Wien bekommt einen temporären Radweg. Symbolbild © Picography / Pixabay
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Der Weg in die Arbeit und zurück sorgt in ganz Österreich für viel Autoverkehr. „An Werktagen ist die Hälfte der Autofahrten ein Arbeits- oder Dienstweg“, sagt VCÖ-Experte Michael Schwendinger. Um Staus und Umweltbelastung zu senken schlägt der Verkehrsclub Österreich deshalb vor, Firmen ab 50 Mitarbeitern zu einem „Mobilitätsmanagement“ zu verpflichten. Die Hälfte der dienstlichen Fahrten soll so auf Fahrrad oder Öffis umgelenkt werden.

Mobilitätsmanagement als CSR-Vorgabe

„Für die Verkehrssituation und die Luftqualität in den Ballungsräumen ist es wichtig, dass der Anteil des Öffentlichen Verkehrs wieder rasch steigt“, so Schwendinger. Der VCÖ hält betriebliches Mobilitätsmanagement in diesem Fall für einen guten Hebel, da es für Unternehmen viele gute Argumente gebe: Die Einsparung von Parkplätzen oder gesündere Mitarbeiter. Der Club fordert daher, aktives Mobilitätsmanagement zu einem teil der CSR-Vorgaben zu machen – so, wie das auch für Energie- oder Abfall-Management der Fall sei.

Viele Vorbilder

Es gibt laut VCÖ in Österreich bereits zahlreiche Betriebe mit entsprechenden Maßnahmen, darunter der steirische Industriebetrieb Anton Paar, der Frächter Berger-Logistik in Wörgl, Haberkorn-Ulmer in Vorarlberg, das LKH Salzburg, die Firma Skidata in Grödig, in Kärnten die Firma Mahle oder Boehriger Ingelheim in Wien-Hetzendorf. Bei Infineon in Villach werden Mitarbeiter seit 2016 aktiv auf Alternativen zum Auto umgestellt. Zu den Maßnahmen zählen Dienst-E-Räder oder Fahrgemeinschaften.

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