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Treedom: Neue Kampagne macht Potenzial von Bäumen zur Erfüllung der SDGs deutlich

Martina Fondi plant die Baumpflanz-Projekte. ©Treedom
Martina Fondi plant die Baumpflanz-Projekte. ©Treedom

Während des Gipfeltreffens der Vereinten Nationen vom 25. bis 27. September 2015 wurde etwas bis dahin Einmaliges festgelegt. Unter dem Titel „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ wurden 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung definiert. Bis 2030 sollen diese bereits erreicht werden. Dazu verpflichtet haben sich alle 193 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen. Inwiefern  die Zielerreichung in neun Jahren tatsächlich realistisch ist, bleibt offen. Aber eines machen die SDGs auf jeden Fall deutlich: Nachhaltiges Handeln beinhaltet sowohl die ökologische Komponente, als auch die soziale. Das ist auch einer der Grundsätze des Social Business Treedom. Anlässlich des World Environment Day am 05. Juni 2021 greifen diese die Bandbreite der SDGs nun gezielt auf. In einer aktuellen Kampagne präsentieren sie fünf Bäume, durch welche mindestens zwei SDGs erreicht werden.

Treedom: „Wir wollen Bäume pflanzen in das 21. Jh. bringen. Mit Spiel, Spaß und Transparenz“

Oftmals wird der Bedarf des Bäumepflanzens rein mit der dadurch verbundenen CO2-Aufnahme aus der Atmosphäre erklärt. Für das 2010 gegründete italienische Startup Treedom liegt der Fokus bei ihren Projekten aber auch auf darüber hinaus gehenden Zielen. Die Bäume werden virtuell von den Usern auf der Website von Treedom ausgewählt und anschließend in der Realität von Kleinbauern gepflanzt. Jeder Baum ist geolokalisiert, wird fotografiert und erhält eine eigene Website. Die Bäume selbst werden von den Kleinbauern, welche als Agrargenossenschaften organisiert sind, auf ihren eigenen Anbauflächen im Agroforstwirtschaft gepflanzt. „Wir entwickeln mit den Bauern vor Ort ein kleines eigenes Ökosystem. Durch die verschiedenen Baumarten können das ganze Jahr Früchte geerntet werden“, so die Head of Agroforestry Martina Fondi.

Female Empowerment durch das Pflanzen von Bäumen

Der Kaffee-, Baobab-, Kakao-, Limonen- und Avocadobaum – das sind die ausgewählten Bäume für die aktuelle Kampagne. Durch das Pflanzen dieser Bäume werden insgesamt zehn SDGs erreicht, so das Startup. So können die Bauern vor Ort durch den Anbau und späteren Verkauf der Ernten ihr Einkommen sichern, Hunger wird bekämpft und durch saisongerechte Pflanzen im Agroforstsystem wird die nachhaltige Nahrungsmittelproduktion gestützt. Aber das Social Business will mit dem Pflanzen von Bäumen auch auf Probleme reagieren, welche über die naheliegenden Möglichkeiten der Bäume hinausgehen. „Bei der Auswahl der Projekte möchte ich sicherstellen, dass der Fokus auch auf female Empowerment liegt“, so Fondi. Im Zuge der aktuellen Kampagne steht dafür insbesondere ein aktuelles Projekt aus Guatemala. Vor Ort arbeitet Treedom mit der italienischen NGO AMKA zusammen und pflanzt mit 80 indigenen Frauen Limonenbäume und Kaffee. Fondi: „Die Frauen erhalten von uns Workshops und Trainings und erreichen durch den Verkauf der Früchte eine Unabhängigkeit. Für viele der Frauen ist das oftmals die erste Chance ihr eigenes Geld zu verdienen.“ Daher seien ihr Projekte zu der Stärkung der Geschlechtergerechtigkeit besonders wichtig, so Fondi.

Treedom: Spielerisch Bäume pflanzen und dabei sozialen Impact schaffen

Außerdem will die Italienerin mit Treedom auch unbekannte oder bedrohte Baumarten zu einer häufigeren Pflanzung verhelfen. So soll die Biodiversität in den Ländern verstärkt werden. Der Fokus liegt dabei auf Ländern aus dem globalen Süden. Das hat Fondi zufolge verschiedenen Gründe: „Die Länder des globalen Südens spüren die Folgen des Klimawandels zuerst und müssen deshalb in der Bewältigung der Folgen unterstützt werden. Außerdem wachsen die Bäume im Süden schneller und können so mehr CO2 absorbieren als in Europa im gleichen Zeitraum und wir können mit dem gleichen Geld deutlich mehr erreichen als in Europa.“ Als einzige Lösung im Kampf gegen die Klimakrise sieht sie dabei das Aufforsten aber nicht: „Bäumepflanzen ist nicht die alleinige Lösung, sondern wir müssen eine nachhaltige Art des Lebens entwickeln.“ Mit der Stärkung der sozialen und ökologischen Gerechtigkeit durch das Pflanzen von Bäumen will das Social Business dabei unterstützen.

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