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"Größte Bewegung der Welt"

Teelichter, Köttbullar, Strom? Ikea Schweden verkauft nun Erneuerbare Energien

Ikea © Pexels
Ikea © Pexels

In Wien steht bald ein für einige wahrscheinlich lang ersehntes Ereignis bevor: Am Westbahnhof eröffnet am 26. August 2021 eine neue Ikea-Filiale. Sie ist – für das schwedische Möbelhaus ungewöhnlich – im dicht verbauten Stadtgebiet positioniert, kommt ohne eigene Kundengarage aus und die Fassade ist ein Wald. Insgesamt 160 Bäume hat das Unternehmen den eigenen Angaben nach in speziellen Trögen an allen Seiten der Fassade des Gebäudes befestigt. Damit ist das Gebäude für den Konzern sehr innovativ.

So auch nun ein bisher einzigartiges Projekt in Schweden. In der Heimat des Konzerns will dieser jetzt einen Beitrag zur Energiewende leisten und laut Reuters ab jetzt erneuerbare Energien an Haushalte verkaufen.

IKEA: 160 Bäume an Fassade von neuem Standort Westbahnhof

„Strom zugänglicher und erschwinglicher machen“

„Wir wollen Strom aus nachhaltigen Quellen für alle zugänglicher und erschwinglicher machen. Ikea möchte gemeinsam mit Mitarbeiter:innen, Kund:innen und Partner:innen auf der ganzen Welt die größte Bewegung für erneuerbare Energien aufbauen, um den Klimawandel gemeinsam zu bewältigen“, zitiert Reuters das Unternehmen. Konkret will die Ingka-Gruppe, der die meisten Ikea-Einrichtungshäuser weltweit gehören, Haushalten günstigen Strom aus Solar- und Windparks anbieten. Den Verbrauch sollen sie über eine App verfolgen können.

Ingkas Partner Svea Solar, der Solarpaneele produziert, soll den Strom an der nordischen Strombörse Nord Pool kaufen und ohne Aufpreis weiterverkaufen. Die Haushalte sollen eine feste monatliche Gebühr und einen variablen Tarif zahlen. Wie hoch diese Gebühr und der Tarif sein sollen, ist momentan noch nicht bekannt. Käufer:innen sollen auch in der Lage sein, ihre eigene Stromproduktion in der App zu verfolgen und den überschüssigen Strom zu verkaufen.

Fundgrube ade: Ikea will Kreislaufwirtschaft mit Circular Hubs fördern

Ikea will mit Stromhandel CO2-Abdruck ausgleichen

Der Einrichtungs-Konzern will speziell Strom aus Solar- und Windkraftanlagen anbieten, die nicht älter als fünf Jahre sind. Dadurch will das Unternehmen den Bau weiterer Anlagen fördern. Dieses Angebot soll dabei helfen, die Klimaziele bis zum Jahr 2030 zu erreichen. „Der Zusammenhang besteht darin, dass die Nutzung unserer Produkte durch unsere Kunden etwa 20 Prozent des gesamten Klima-Fußabdrucks von Ikea ausmacht – durch Geräte, Beleuchtung und Elektronik wie Lautsprecher und so weiter“, zitiert Reuters Jonas Carlehed, Leiter der Abteilung für Nachhaltigkeit bei Ikea Schweden.

Ob das Unternehmen den Handel mit erneuerbaren Energien auch in andere Länder bringt, beispielsweise Österreich, ist noch nicht beschlossen. Laut TechCrunch hofft Ikea jedoch, bis 2025 in allen Märkten der Ingka-Gruppe erneuerbare Energien nutzen und erzeugen zu können. Das Unternehmen vertreibt in elf Märkten bereits Solarpaneele.

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