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Erneuerbare Energien

Südkorea: 43 Mrd. Dollar Investition für den weltweit größten Offshore-Windpark

Offshore-Windpark: Mega-Projekt von Südkorea © Bloomberg
Offshore-Windpark: Mega-Projekt von Südkorea © Bloomberg

Die südkoreanische Regierung hat es sich zum Ziel gemacht, das Land bis zum Jahr 2050 zur CO2-Neutralität zu führen. Um das zu erreichen, soll der weltweit größte Offshore-Windpark vor der südwestlichen Küste von Südkorea entstehen. Das Projekt kostet laut einem Bericht von Bloomberg umgerechnet etwa 43 Milliarden Dollar und verspricht eine Leistung von 8,2 Gigawatt.

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Südkorea in Top 10 der Energieverbraucher

„Südkorea muss fast all seine Energie aus erneuerbaren Quellen gewinnen, um das Ziel der Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen. Das wird eine schwierige Aufgabe“, sagt Lee Sanghoon, Präsident des New and Renewable Energy Center der Korea Energy Agency. Südkorea liegt laut Bloomberg global in den Top 10 der größten Energieverbraucher, sogar vor Japan und Deutschland.

Im Jahr 2019 haben erneuerbare Energien Bloomberg zufolge nur 6,5 Prozent der Versorgung des Landes ausgemacht. Bisher ist Atomenergie die dominante Energiequelle. Die Regierung von Präsident Moon Jae-in hat aber nach den Wahlen im April 2020 versprochen, den Anteil von Erneuerbaren Energien bis 2030 auf mehr als 20 Prozent zu erhöhen. Das sei nicht nur für die Umwelt von Vorteil, sondern auch für die südkoreanische Wirtschaft. Denn das Land müsse einen Großteil seiner fossilen Brennstoffe aus dem Ausland importieren, was jedes Jahr etwa 73 Milliarden Dollar koste, so die Argumentation.

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Widerstand von lokalen Fischern

Für den Plan der Klimaneutralität sind Offshore-Windanlagen für die Regierung von großer Bedeutung. Auf dem Meer seien die Winde deutlich günstiger für die Energiegewinnung. Außerdem gebe es dort genügend Platz, um die leistungsstärksten Turbinen einsetzen zu können. Die südkoreanische Regierung erhofft sich bis zum Jahr 2030 aus solchen Quellen Erträge von insgesamt zwölf Gigawatt. Momentan liegt sie noch bei weniger als 0,2 Gigawatt.

Widerstand gibt es jedoch oft von lokalen Fischern, deren Fanggebiete für die Windparks Platz machen müssen. Im Jahr 2018 hat die Regierung deswegen erlassen, dass die regionale Bevölkerung Anteile von bis zu 30 Prozent an den örtlichen Energieprojekten erstehen können. Das erlaube ihnen, an den neuen Anlagen für sauberen Strom zu profitieren.

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