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Mikromobilität

Studie: E-Bikes werden für Pendler:innen immer interessanter

E-Bike. Für Pendler:innen zunehmend attraktiv © QWIC
E-Bike. Für Pendler:innen zunehmend attraktiv © QWIC

E-Bikes erleben hierzulande einen wahren Siegeszug. In einer Ende August veröffentlichten europaweiten Studie von Deloitte gab bereits fast jede/r fünfte Befragte aus Österreich an, ein E-Bike zu besitzen. Mehr als 11.000 Menschen wurden für die Studie befragt, davon waren 750 Österreicher:innen. Von diesen 750 Befragten gaben 18 Prozent an, ein E-Bike zu besitzen. In den Niederlanden waren es sogar 30 Prozent. Das Land verzeichnet damit die Spitzenposition beim Anteil der E-Bike-Fahrer:innen.

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„Auf kurzen Strecken Autos vollständig ersetzen“

Während die Studie von Deloitte als Kaufmotivation der Österreicher:innen vor allem den Sport identifizierte, werden die E-Bikes in den Niederlanden eher zur Erholung oder als Verkehrsmittel für den Arbeitsweg gekauft. Letztere Motivation hat auch der niederländische E-Bike Hersteller QWIC in einer Studie untersuchen lassen. Das Unternehmen, das seit diesem Jahr auch einen Store in Wien hat, bezieht sich dabei auf das Potenzial der E-Bikes für Pendler:innen. Dafür hat der Hersteller 500 Personen in Österreich befragt.

„Wir wissen, dass bei etwa 80 Prozent aller Autofahrten weniger als 20 Kilometer zurückgelegt werden. Für alle, die gerne draußen unterwegs sind, sich fit halten möchten und nachhaltige Transportmittel schätzen, sind E-Bikes genau richtig. Gerade auf kurzen Strecken können sie Autos im Alltag vollständig ersetzen“, so Taco Anema, CEO und Co-Gründer von QWIC. Die Mikromobilität, also das Fahren mit Rädern, E-Bikes und E-Rollern, hat noch viel Potenzial für die Reduzierung der CO2-Emissionen, besonders in Städten. In Europa könnten sie jährlich 30 Millionen Tonnen an dem Treibhausgas einsparen, besagt eine Studie des Investitionsunternehmens EIT InnoEnergy (wir berichteten).

Potenzial: E-Bikes und E-Roller könnten Europa jährlich 30 Mio. Tonnen CO2 ersparen

Finanzielle Einsparungen wichtiger Faktor

Immerhin ein Drittel der Österreicher:innen kann sich laut der Umfrage vorstellen, mit dem E-Bike zur Arbeit zu fahren oder tut es bereits. Dabei zeigen sich bei Männer dafür leicht motivierter als Frauen. Männer haben auch andere Gründe dafür, auf das E-Bike umzusatteln. Die Hälfte der männlichen E-Radfahrer findet die Gefährte vor allem wegen dem Fahrspaß attraktiv. Dagegen wollen 49 Prozent der weiblichen E-Bikerinnen dadurch die Luftverschmutzung verringern. 29 Prozent aller Befragten fühlen sich vor allem durch die Corona-Pandemie motiviert, das Rad zu nehmen und so die Menschenansammlungen in Öffentlichen Verkehrsmitteln zu meiden.

Auch der finanzielle Aspekt spielt eine bedeutende Rolle in der Auswahl des Pendler:innen-Vehikels. So ist ein E-Bike nicht nur in der Anschaffung oft günstiger als ein Auto, auch im Verbrauch rentiere sich der Zweiräder. Fast 40 Prozent der Befragten nennen das Ersparen von Ticketkäufen für öffentliche Verkehrsmittel oder Auto-Treibstoff als Grund, um mit dem E-Bikes in die Arbeit fahren zu wollen. Auch Firmen profitieren laut Anema von körperlich aktiven Mitarbeiter:innen: „Unternehmen, die ihren Mitarbeiter:innen das Pendeln mit E-Bikes – etwa durch eine eigene Flotte – ermöglichen, freuen sich nicht nur über ein fitteres Team – sie steigen vor allem in Sachen Zeitersparnis, Umweltfreundlichkeit sowie Angestelltenzufriedenheit gut aus.“

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Reichweite von Akku der E-Bikes essenziell

Besonders viel Wert legt die Hälfte der Befragten bei E-Bikes auf eine möglichst hohe Reichweite mit einer Akkuladung. Zudem achten 35 Prozent der Österreicher:innen auf eine kurze Ladezeit, 34 Prozent auf einen bequemen und komfortablen Sitz und 33 Prozent auf möglichst geringen Wartungsaufwand. Mehr E-Bikes im Straßenverkehr könnten viel dazu beitragen, Städte nachhaltiger zu machen. Deswegen ist es eine positive Entwicklung, dass immer mehr Pendler:innen Gefallen an den Zweirädern finden.

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