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Energiegemeinschaft

Startup eFriends lässt nun auch Unternehmen Strom über eigene Plattform teilen

© hbruellmann / Pixabay
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Sehr lange wurde es erwartet, diskutiert, bewertet, nun konnten sich heuer im Juli nun endlich die Regierungsparteien mit der SPÖ für die dafür benötigte Zwei-Drittel-Mehrheit im Parlament einigen. Gemeint ist das Erneuerbaren Ausbau Gesetz, kurz EAG. Neben der rechtlichen Grundlage für den großflächigen Ausbau von erneuerbaren Energiekraftwerken, wurde damit auch die Grundlage für Erneuerbare Energie Gemeinschaften und Bürger:innen-Energiegemeinschaften geschaffen.

Diese Grundlage greift nun auch das Startup eFriends auf. Das niederösterreichische Jungunternehmen hat eine Technologie entwickelt, mit der Besitzer:innen kleiner Ökostromkraftwerke Strom mit anderen Nutzer:innen teilen können. Wer zum Beispiel eine Solaranlage am Dach hat, kann so überschüssigen Strom zum selbst bestimmten Preis an andere Community-Teilnehmer:innen verkaufen. Nun bindet das Startup als bilanzübergreifende Energiegemeinschaft auch Stromversorger in ihre Community mit ein.

Wie Startups bei der Bildung von Energiegemeinschaften unterstützen können

Gutmann Strombörse und RWA Raiffeisen Ware Austria mit dabei

Zwei Unternehmen machen den Anfang. Mit dabei ist das Tiroler Unternehmen Gutmann Strombörse. Kund:innen des Unternehmens können nun über die eFriends MAP ihre selber produzierte überschüssige erneuerbare Energie mit Usern von e-Friends über die Plattform teilen. Über die eFriends MAP können die Beteiligten die Menge an verfügbarem Ökostrom und den Preis dafür, welchen die Nutzer:innen selber bestimmen, in Echtzeit einsehen, so die aktuellen Informationen. „Wer sich an unserer Strombörse anmeldet, wird automatisch über die eFriends MAP mit anderen eFriends vernetzt. Denn je mehr Strom wir gemeinsam aus nachhaltigen Quellen regional erzeugen und nutzen, desto schneller werden wir die Ziele des EAG erreichen“, so Alexander Gutmann von Gutmann Strombörse.

EAG: Regierung und Opposition einigen sich auf lang ersehntes Gesetz

Als zweites Unternehmen ist nun auch die RWA Raiffeisen Ware Austria Teil  mit der Plattform „strom:teilen“ von eFriends. Diese sind keine Unbekannten für das niederösterreichische Startup. Der Konzern RWA Raiffeisen Ware Austria hält nämlich eine Beteiligung von 24 Prozent an dem Startup eFriends. Nun sind auch ich die Nutzer:innen ihrer „Strom:teilen“- Plattform Teil der eFriends-Community. Für das Startup ist die Einbindung von Stromerzeugerunternehmen für das Ziel „klimaneutrales Österreich“ elementar: „Auf dem Weg in eine grüne Energiezukunft spielen die regionale, dezentrale Stromerzeugung und das Einbinden von Bürgerinnen und Bürgern eine enorm wichtige Rolle. Durch die Integration weiterer Energieversorger auf die eFriends Plattform wird die erste bilanzübergreifenden Energiegemeinschaft Österreichs Realität und gestaltet im Sinne des EAG die Energiewende entscheidend mit“, so Matthias Katt, Gründer und Geschäftsführer von eFriends.

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