Tengeh Reservoir

Singapur baut riesige schwimmende Solar-Farm

Schwimmende Solar-Farm soll 60 MWp produzieren können. © PUB
Schwimmende Solar-Farm soll 60 MWp produzieren können. © PUB

Beschleunigt durch die Klimakrise, entstehen auf der ganzen Welt immer neue Großprojekte für Sonnenenergie. Eines der spektakulärsten bekommt Singapur. Der asiatische Stadtstaat hat jetzt den Baubeginn der schwimmenden Photovoltaikanlage mit 60 Megawattpeak (MWp) auf dem Tengeh-Stausee bekannt zu geben. Auf einer Fläche von 45 Fußballfeldern wird damit eines der weltweit größten schwimmenden Solar-PV-Systeme entstehen und dem kleinen Land dabei helfen, sich von fossilen Brennstoffen zu verabschieden. Ab 2021 soll Strom produziert werden.

Solarenergie gilt dem sonnenreichen Land als rentabelste erneuerbare Energiequelle, aber der großflächige Einsatz von Solarpaneelen ist aufgrund der dichten städtischen Landschaft und der begrenzten Landfläche klarerweise eine Herausforderung eine Herausforderung. Deswegen weicht die nationale Wasserbehörde PUB aufs Wasser aus und hat die Sembcorp Floating Solar Singapore, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Sembcorp Industries, nun mit dem Bau beauftragt.

Strom für 16.000 Haushalte

Die erneuerbare Energiequelle wird dabei mit dem Tengeh-Stausee kombiniert, der auch für die Wasseraufbereitung von Singapur zuständig ist. Der erzeugte Strom wird die lokalen Wasseraufbereitungsanlagen von PUB betreiben und generell 7 Prozent des jährlichen Energiebedarfs von PUB decken. Mit dem Strom könnten rund 16.000 Haushalte versorgt werden. CO2-Emissionen im Umfang jenes Ausstoßes, den 7.000 Autos produzieren, sollen mit Hilfe des Ökostroms vermieden werden.

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„Mit diesem schwimmenden Solarkraftwerk, von dem wir glauben, dass es eines der größten der Welt ist, unternimmt PUB einen großen Schritt in Richtung einer dauerhaften Energienachhaltigkeit bei der Wasseraufbereitung. Solarenergie ist reichlich vorhanden, sauber und umweltfreundlich und ist der Schlüssel zur Reduzierung des Kohlenstoff-Fußabdrucks der PUB und auch Singapurs“, so Wong Kim Yin, Group President & CEO der Sembcorp Industries.

Echtzeitüberwachung zur Wartung

Dass PV-Anlagen nach Ende ihrer Lebensdauer zu einem Müllproblem werden können, ist man sich in Singapur bewusst. Deswegen werden die Module auf die klimatischen Bedingungen Singapurs, um eine Lebensdauer von 25 Jahren zu erreichen. Doppelglas-PV-Module sollen die Haltbarkeit in der nassen Umgebung erhöhen. Außerdem sollen die PV-Module von zertifizierten, lebensmittelechten, hochdichten Polyethylen (HDPE)-Floats unterstützt, die UV-beständig sind, um die Degradation durch die intensive Sonneneinstrahlung zu verhindern.

Mit Hilfe einer Echtzeitüberwachung (Sicherheitskameras, IoT) sollen nicht nur Windgeschwindigkeit, Sonneneinstrahlung und Umgebungstemperatur, sondern auch potenzielle Überhitzung gemessen werden können. So soll das Wartungspersonal schnell reagieren können, wenn Probleme auftreten.

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