Akku-Wunder

E-Mopeds im Test: ÖAMTC empfiehlt spanisches Modell

Die Silence S01. © Silence
Die Silence S01. © Silence

Wer baut das aktuell beste E-Moped? Offenbar die Spanier. Denn in einem Testvergleich des ÖAMTC hat jetzt der das Modell Silence S01 gewonnen, das vom spanische Elektroroller-Hersteller Silence seit vergangenem Jahr auch Privat- und nicht mehr nur Geschäftskunden angeboten wird.

Der Silence S01 ist um einen Kaufpreis von 6.250 Euro zu bekommen und hat einiges zu bieten. Mit vollem Akku soll der Roller bis zu 127 Kilometer schaffen, der Top-Speed liegt bei 100 km/h, Stauraum für 2 Helme gibt es auch – und: Der Akku lässt sich abnehmen, was ein großer Vorteil ist, um das Ding an der nächsten Steckdose aufzuladen.

Newcomer aus Spanien

„Der Newcomer aus Spanien hat die etablierte Konkurrenz in vielen Bereichen alt aussehen lassen“, so der ÖAMTC-Tester Steffan Kerbl. „Sein größter Trumpf ist mit Sicherheit der Akku, der sich trotz großer Speicherkapazität und hohem Gewicht bequem transportieren lässt.“

Im Testfeld des Autofahrer-Clubs waren fünf Roller, die die Plätze wie folgt belegt haben:

  1. Silence S01
  2. Govec Schwalbe 90
  3. Vespa Elettrica 70
  4. NIU NQi GT
  5. Trinity Uranus R

„Die Schwalbe überzeugt mit dem kraftvollsten Motor, kurzen Ladezeiten, guter Verarbeitung und den ausgewogenen Fahreigenschaften“, so Kerbl weiter. „Bei Reichweite und Staumöglichkeiten hat sie allerdings noch viel Luft nach oben. Darüber hinaus macht das hohe Gewicht Rangieren zur Schwerstarbeit.“

Vespa kann nicht voll überzeugen

Etwas enttäuschend ist auch die elektrische Vespa, die nicht mit den Spaniern mithalten kann.  Sie biete zwar handliche Fahreigenschaften und tollen Komfort. „Die jahrzehntelange Erfahrung der italienischen Rollerschmiede merkt man vor allem beim Fahrwerk, das den besten Kompromiss aus Agilität und Komfort bietet“, erläutert der ÖAMTC-Experte. „Allerdings bleibt der Fahrspaß durch die mit Abstand schlechtesten Fahrleistungen im Test leider auf der Strecke.“ Der Niu-Roller aus China punktet mit der besten Fahrzeug-App, guter Reichweite sowie einem attraktiven Preis.

Die vom ÖAMTC getesteten Roller sind keine Schnäppchen – sie kosten zwischen 4.599 und 6.990 Euro. Dementsprechend sollte eine Anschaffung wohl überlegt sein. Die Reichweite von E-Roller-Akkus ist optimal für Stadtfahrten, für längere Überlandtouren sind sie hingegen weniger geeignet. Auch ist (wie ein bei anderen Mopeds) die Witterung zu beachten. Die Herbst- und Winter-Monate in Österreich sind nicht unbedingt Roller-freundlich.

Beim Kauf eines E-Mopeds rät der ÖAMTC dazu, vor allem darauf zu achten, dass das Modell einen herausnehmbaren Akku bietet und dass es einen Reparatur-Service in der eigenen Stadt gibt. Denn die viele Anbieter kommen aus anderen Ländern und haben gar keine Verträge mit Werkstätten in Österreich – was dann die Behebung etwaiger Schäden verunmöglicht.

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