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s’Fachl: Mit Obstkisten als Verkaufsflächen vereint das Startup 300 Händler in einem Shop

Einer der Gründer hinter dem Startup ©PULS 4_Gerry Frank
Einer der Gründer hinter dem Startup ©PULS 4_Gerry Frank

Viele Kleinunternehmen stehen nach der Produktentwicklung vor der Frage: Wie kommt mein Produkt zu den Kunden? Ein Startup aus Wien bietet Händlern, welche ganz am Anfang ihres Weges stehen, die entscheidende Plattform. In den Stores vom s’Fachl stehen 300 Obstkisten aus Holz, die Fachl. Kleine lokale Anbieter können dieses Fächer temporär für ihre Waren mieten. Weiteren Aufwand haben sie damit nicht. Den Verkauf und die Präsentation der Waren übernimmt das Startup s’Fachl selbst. Kunden, welche die Shops besuchen, haben somit eine große Auswahl an individuellen lokalen Produkten und kleine Produzenten können stationär verkaufen, ohne selbst das Risiko eines Standortes tragen zu müssen. Das Konzept kommt an. 10 Fachl-Standorte gibt es bereits in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Bis Ende 2021 soll sich diese Zahl auf 25 erhöht haben.

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Seit 2015 am Markt

Gegründet haben das Startup Christian Hammer und Markus Bauer mit ihrem ersten Fachl-Store 2015 in Wien. Hammer:“ Ich hatte eine deutsche Reportage zu einem Mietregal-Konzept gesehen und dachte mir: Spannendes Thema!“ Damit war die Startupidee geboren.

Startup funktioniert als Franchise

Heute besitzen die beiden Gründer keinen eigenen Fachl-Store mehr, sondern fungieren als reine Franchise-Geber. Ihre Franchise-Nehmer betreiben die Stores. Gemietet werden kann ein Fachl in den Stores von Kleinproduztenten für mindestens 5 Wochen bis zu 52 Wochen, zwischen 10 -11 Euro kostet das Fach die Woche.  10 Prozent Verkaufsprovision werden außerdem abgegeben. Verkauft werden lokale Produkte, von Lebensmitteln, zu Accessoires und kleinen Dekoartikeln. Hammer: Wir verkaufen nur Gutes und Regionales, Ramsch oder Gebrauchtes kommt nicht in unsere Fächer.“

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Software zeigt Verkäufe in Echtzeit an

Für ihr Startup haben die Gründer außerdem eine eigene Software entwickelt, von der sowohl die Franchise-Nehmer als auch die Kleinstproduzenten profitieren.  In ihrer Verwaltungssoftware können die Mieter der Fächer in Echtzeit sehen, wieviel bereits verkauft wurde, wieviel Ware im Store noch vorrätig ist und welches Guthaben sie bereits erwirtschaftet haben. So wollen die Gründer die entsprechende Transparenz und Sicherheit garantieren.

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Weltweite Expansion geplant

Als nächstes großes Ziel streben Hammer und Bauer nun eine weltweite Expansion ihrers Fachl-Franchise-Unternehmens an. In 10 Hauptstandorten, davon acht in Österreich, sind bereits Fachl-Stores zu finden, am Ende des Jahres sollen es mindestens 25 sein. Dabei blicken die Gründer auch über die Grenzen des Dachraumes hinaus. So sind sie nach eigenen Angaben bereits im Gespräch mit Interessenten für neue Shops in Ungarn, Kroatien, England, den USA und Südafrika.

 

Christian Hammer von `s Fachl tritt am 23. Februar ab 20:15 Uhr bei der Startup-Show 2 Minuten 2 Millionen vor die Investoren-Jury. Mehr Infos finden sich hier:

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