Kreislaufwirtschaft

SecondTrade: Recycelte Rohstoffe helfen, CO2 zu vermeiden

Metallschrott aus Wien. © michael schaffler on Unsplash
Metallschrott aus Wien. © michael schaffler on Unsplash

Primärrohstoffe – das sind die, die unter großem Energieaufwand aus der Erde gewonnen werden, um dann weiter verarbeitet zu werden. Sekundärrohstoffe sind hingegen Rohstoffe, die durch die Wiederverwertung von Reststoffen und Abfällen erneut im Produktionsprozess eingesetzt werden können.

Damit man einfacher an sie herankommt, wurde in Wien 2018 der Online-Marktplatz SecondTrade ins Leben gerufen. Unternehmen, die etwa Stahlschrott, Aluminium, Kupfer oder Kunststoffe wie PET (Polyethylenterephthalat) in großen Mengen brauchen, finden diese auf der Internet-Plattform. Dort werden die gebotenen Sekundärrohstoffe nach dem Bestbieterprinzip gehandelt.

„Durch ständig verbesserte Recycling-Technologien werden immer mehr und vor allem auch qualitativ hochwertige Sekundärrohstoffe gewonnen. Wichtig ist, dass diese dann auch dort ankommen, wo sie bei der Herstellung von neuen Produkten wiederverwendet werden können“, sagt Geschäftsführerin Brigitte Reich. Die Rohstoffe werden dabei von Recylinglingbetrieben z.B. aus Altgeräten, Altmetallen und Kunststoffabfällen gewonnen.

Tonnenweise Sekundärrohstoffe

Bisher wurden auf der Online-Plattform über 23.000 Tonnen Sekundärrohstoffe über die Plattform angeboten. Bieter und Käufer kommen mittlerweile nicht mehr nur aus Österreich, sondern auch aus anderen europäischen Ländern wie Deutschland, Italien und aus skandinavischen Staaten. Durch den „Green Deal“ der EU, der die Kreislaufwirtschaft massiv pushen will, erwartet man sich bei SecondTrade künftig starkes Wachstum.

Unternehmen, die Sekundärrohstoffe kaufen, können sich auch auf die Fahne schreiben, CO2 zu sparen. „Durch die Wiederverwertung jeder Tonne Stahl- und Eisenschrott kann beispielsweise der Abbau von 1,5 Tonnen Eisenerz vermieden werden“, heißt es seitens SecondTrade. Bisher wurden durch den Handel der Sekundärrohstoffe Berechnungen des Unternehmens rund 3,3 Millionen Tonnen CO2 eingespart.

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