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Schrankerl: Wiener Startup ersetzt Kantine durch smarten Kühlschrank

Stephan Haymerle und Sara Mari haben Schrankerl.at gegründet © Schrankerl
Stephan Haymerle und Sara Mari haben Schrankerl.at gegründet © Schrankerl

Auch wenn man es sich vornimmt, sich im Büroalltag gesund zu ernähren ist schwierig – diese Erfahrung hat auch Stephan Haymerle gemacht und gemeinsam mit Sara Mari kurzerhand das Startup Schrankerl gegründet, um das zu ändern: „Die Idee ist aus dem eigen Frust heraus entstanden. Man ist am Arbeitsplatz, hat viel zu tun und wenn der Hunger aufkommt, snackt man sich so durch den Tag“, sagt Haymerle. Schrankerl will sich einen Platz im Pausenraum mittlerer bis größerer Firmen sichern und dort frische, regionale Gerichte anbieten.

Lunch ab 6,50 Euro

Mitarbeiter können sich ihr Wunschgericht aus dem smarten Kühlschrank nehmen und beim Schließen der Türe wird über eine App automatisch abgerechnet. In Wien, wo Schrankerl derzeit startet, gibt es beispielsweise Gerichte von Rita bringt’s oder Salad Jungle. Ein Hauptgericht kostet Mitarbeiter ab 6,50 Euro, Vorspeisen, Frühstück Snacks und Nachspeisen gibt es ab 2,50 Euro. Hinzu kommt eine Service-Fee, die das Unternehmen bezahlt und die sich nach der Anzahl der Mitarbeiter richtet. Dafür muss die Firma keine Bestellungen abgeben – das „Schrankerl“ wird täglich kontrolliert und bei Bedarf nachgefüllt, wobei grundsätzliche Präferenzen angegeben werden können. „Die Speisen sind ein bis vier Tage haltbar – wenn etwas übrig bleibt, spenden wir die Produkte vor Ablauf an Frauenhäuser der Caritas“, sagt Haymerle.

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Großes Interesse trotz Lockdown

Schrankerl hat sich für den Start einen denkbar ungünstigen Moment ausgesucht – im Lockdown sind viele Menschen im Home Office oder in Kurzarbeit. „Aktuell sind die Büros aber gar nicht so leer, wie man meinen könnte“, so der Gründer. Noch im Dezember konnte das Jungunternehmen den ersten Kunden an Land ziehen, im Februar folgt das nächste Büro.

Sinnvoll ist der Einsatz von Schrankerl laut Haymerle ab einer Unternehmensgröße von etwa 50 Mitarbeitern. Das Interesse sei groß und die beiden Gründer rechnen mit einer starken Nachfrage, sobald der Lockdown vorbei ist. Bis März soll Schrankerl schon in vier Unternehmen verfügbar sein und mit 20 Firmen sei man in Gesprächen. Sobald das Konzept in Wien gut angelaufen ist, wollen Stephan Haymerle und Sara Mari nach Graz und Linz expandieren und dann in weitere österreichische Städte.

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