Erdüberlastung

Ressourcen verbraucht: „Earth Overshoot Day“ heuer dank Corona später

Trockenheit, Dürre, Erde, Landwirtschaft, Acker
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Die Maßnahmen gegen das Coronavirus führen heuer zu einem historischen Einbruch der CO2-Emissionen. Auch wenn es sich dabei voraussichtlich um ein vorübergehendes Phänomen handelt, es gibt noch eine weitere gute Nachricht. Der „Earth Overshoot Day“ verschiebt sich heuer um drei Wochen nach hinten. Dank der Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie sind wir offenbar erstmals seit Langem umsichtiger mit natürlichen Ressourcen umgegangen. Der Tag markiert nämlich den Punkt im Jahr, an dem diese Ressourcen verbraucht sind, die die Natur binnen eines Jahres wiederherstellen kann. Die Weltbevölkerung lebt dann quasi „auf Pump“.

Stärkste Verschiebung seit 1970ern

Global betrachtet wird dieser Tag heuer voraussichtlich auf den 22. August fallen, wie die Initiative hinter dem „Earth Overshoot Day“, das Global Footprint Network, bekannt gab. Das ist gute drei Wochen später als 2019, als der Tag auf den 29. Juni fiel – das früheste Datum seit den 1970er-Jahren. Der „Overshoot“ berechnet sich aus dem Verhältnis der Nachfrage der Ressourcen zu der globalen Biokapazität des Planeten.

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Anfang der 1970er gab es erstmals eine solche Überlastung der Regenerationsfähigkeit der Erde. Seither hat sich dieses Datum nur selten nach hinten verschoben, etwa Anfang der 1980er und auch zur Finanzkrise 2008. Eine so starke Verschiebung gab es bisher allerdings im Jahresvergleich noch nie. Das „Global Footprint Network“ führt das vor allem auf den Einbruch bei Holzverbrauch und Verkehr durch die Coronavirus-Krise zurück.

Earth Overshoot Day, Statistik © Global Footprint Network

Verbrauchen Ressourcen von 1,6 Erden

Dass das trotzdem keine Entwarnung ist, zeigt die Initiative mit weiteren Zahlenspielen. Demnach würden wir heuer 60 Prozent mehr Ressourcen verbrauchen, als die Erde nachhaltig produzieren und sich binnen einen Jahres davon wieder erholen könnte. Wir würden die Erde also theoretisch 1,6 Mal brauchen, um diesen Ressourcenverbrauch nachhaltig aufrecht erhalten zu können.

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