CSR

respondeco: Wiener Startup vermittelt nachhaltige Dienstleistungen

Das Team von respondeco © respondeco
Das Team von respondeco © respondeco

Mit respondeco gibt es eine neue Plattform, die vorerst hauptsächlich in Wien zwischen Social Businesses, NGOs und Unternehmen für gemeinsame Nachhaltigkeits-Projekte vermittelt. Dazu haben die Gründer Jan Draxler und Klaus Harrer ein umfangreiches Verzeichnis „nachhaltiger Dienstleistungen“ aufgebaut, aus dem Unternehmenskunden wählen können. Respondeco unterstützt bei der Auswahl, vermittelt und hilft dann auch dabei, die „Erfolgsstory“ zu erzählen.

Solche Erfolgsstories können sein, wenn zum Beispiel das Wiener Boutiquehotel Stadthalle von dem Upcycling-Unternehmen gabarage ausgestattet wird. Respondeco vermittelt aber auch Anti-Korruptions-Seminare, Städtetouren, die auf das Leid Obdachloser aufmerksam machen, Online-Spenden-Plattformen oder Energieberater – das Ziel sei es, Unternehmen bei ihren Aktivitäten im Bereich „Corporate Social Responsibility“ zu unterstützen, erklärt Draxler im Gespräch mit Tech & Nature.

Gründung in schwierigen Zeiten

Gegründet wurde das Jungunternehmen im Mai 2020 – nicht gerade der einfachste Start-Zeitpunkt für eine Firma, die Nachhaltigkeits-Dienstleistungen vermittelt, gibt auch Draxler zu. „Wir haben fünf Jahre auf diesen Moment hingearbeitet und dann war ich ziemlich deprimiert, als dann der Lockdown kam“, erzählt er. Dennoch gelang es noch mitten in dieser schwierigen Zeit, den ersten Kunden zu gewinnen: Geld verdient respondeco derzeit vor allem mit den „Erfolgsstories“ – Unternehmen bezahlen dafür, ihre Nachhaltigkeitsprojekte auf der Plattform zu präsentieren. In Zukunft wollen die Gründer diesen Bereich in umfangreiche Unternehmensprofile ausbauen.

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„Allen eine Chance geben“

Eine der größten Herausforderungen dabei sind Greenwashing-Vorwürfe. Zu entscheiden, welche Unternehmen man zulässt und welche vielleicht nicht, sei sehr schwierig, findet Draxler. „Die Greenwashing-Keule birgt auch die Gefahr, dass sich Unternehmen dann gar nichts mehr trauen“. Grundsätzlich wolle er allen Unternehmen die Chance geben, etwas Gutes zu tun und wenn es nur kleine Schritte am Weg zu mehr Nachhaltigkeit sind.

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