Studie

Österreich: Junge wollen Geld am liebsten nachhaltig veranlagen

Geld, Finanzen, Börse
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Bei österreichischen Bankkunden wächst das Interesse an Nachhaltigkeit. Ganz generell ist das Thema drei Viertel der von EY befragten Bankkunden wichtig. An nachhaltigen Finanzprodukten zeigte jeder Zweite Interesse. In der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen würden sogar 65 Prozent ihr Geld nachhaltig veranlagen wollen. Bisher haben aber nur Wenige tatsächlich in solche Produkte investiert. Die Unternehmensberater sehen ein großes Potenzial für Banken und raten dazu, Kunden besser zu informieren: Jeder zweite Bankkunde in Österreich wisse gar nicht, ob seine Bank überhaupt nachhaltige Finanzprodukte anbietet.

Nachhaltige Geldanlage nur bei gleicher Performance

Wichtig bei nachhaltigen Finanzprodukten ist potenziellen Kunden, dass sie die gleiche Performance aufweisen wie ihre traditionellen Pendants. Die Hälfte der Befragten gab an, keinen höheren Preis oder eine niedrigere Rendite akzeptieren zu wollen. Ganz allgemein kommt Nachhaltigkeit erst auf Platz drei der wichtigsten Entscheidungskriterien bei Finanzprodukten und zwar nach Sicherheit und Rendite. An der Umfrage nahmen mehr als 1.000 Bankkunden aus Österreich teil.

Bei institutionellen Investoren haben sich Nachhaltigkeitskriterien bei der Anlagestrategie bereits durchgesetzt. 91 Prozent der 298 institutionellen Investoren, die EY weltweit befragt hat, gaben an, dass solche Kriterien abseits der finanziellen Performance im vergangenen Jahr für sie eine entscheidende Rolle gespielt hätten. Drei Viertel ziehen dazu sogar eine methodische Bewertung nach ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) heran. Das sind laut EY um 40 Prozent mehr als noch 2018. Gleichzeitig sei die nichtfinanzielle Berichterstattung, etwa durch CSR-Berichte, in Hinblick auf ESG-Kriterien oft wenig zufriedenstellend.

Nachhaltigkeits-Berichte: Zu selten und zu wenig ambitioniert

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