Green Climate Fund

Österreich erhöht Budget für globalen Klimaschutz massiv

Klimaschutzministerin Leonore Gewessler © BKA/Andy Wenzel
Klimaschutzministerin Leonore Gewessler © BKA/Andy Wenzel

Österreich will in den kommenden vier Jahren fünfmal so viel Geld in den globalen Klimaschutz stecken als noch in der Periode davor. Das gab Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Die Grünen) am Wocheende bekannt. Das Geld fließt in den internationalen „Green Climate Fund“. Jährlich sollen es 25 Millionen Euro sein, zusätzlich zu den von der Übergangsregierung festgelegten 30 Millionen Euro für die gesamte Periode bis 2023 – macht insgesamt 130 Millionen Euro. In der Periode davor waren es insgesamt vergleichsweise niedrige 26 Millionen Euro.

Eine Mrd. Tonnen CO2 vermieden

Der „Green Climate Fund“ wurde von Industrieländern eingerichtet und soll vor allem Geld für Klimaschutz-Maßnahmen in Entwicklungs- und Schwellenländern bereit stellen. Ins Leben gerufen wurde der Fonds 2010 auf der Klimakonferenz in Cancun. Die Gelder fließen in unterschiedliche Projekte wie Anlagen für erneuerbare Energie oder die Aufforstung von Wäldern. Mehr als 140 Projekte auf der ganzen Welt wurden laut dem Fonds bereits unterstützt und damit rund eine Milliarde Tonnen CO2 vermieden.

FPÖ kündigt parlamentarische Anfrage an

„Wir dürfen Klimaschutz nicht nur national denken. Natürlich müssen wir die österreichischen Treibhausgase senken. Wir müssen aber gleichzeitig auch schauen, dass beispielsweise der Amazonas kein Raub der Flammen wird. Treibhausgase müssen überall auf der Welt verhindert werden, sie kennen nämlich keine Grenzen“, kommentierte Lukas Hammer, Klimaschutz- und Energiesprecher der Grünen. Die Aufstockung um 100 Millionen Euro war auch eine Forderung der Umweltschutzorganisation Global 2000, bei der Gewessler bis Juni 2019 Geschäftsführerin war. Kritik an der Erhöhung kam von der FPÖ, die per Aussendung eine parlamentarische Anfrage angekündigt hat.

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