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Neuer Filter sammelt Regenwasser und reinigt es durch Sonnenlicht

Wasserfilter: Reinigt Regenwasser © Xiaohui Xu
Wasserfilter: Reinigt Regenwasser © Xiaohui Xu

Forscher an der Princeton University haben einen neuartigen Wasserfilter entwickelt, der aus Regen gesammelte Flüssigkeit durch Sonnenlicht reinigt. Der Filter besteht aus einer schwammartigen Hydrogel-Membran, die Wasser aufsaugen kann. Sonnenlicht kann laut den Entwicklern darin enthaltene Toxine und Schadstoffe eliminieren. Es handle sich hierbei um eine kostengünstige Methode, um auf nachhaltige Weise sauberes Wasser in das Installationssystem von Gebäuden zu leiten. Die Ergebnisse ihrer Testläufe haben die Forscher in der Publikation Advanced Review veröffentlicht.

Wasser fließt in Installationssystem

Laut den Wissenschaftlern saugt die Membran Flüssigkeit bei Raumtemperatur einfach auf, sondert dabei aber Schadstoffe wie beispielsweise Schwermetalle ab. Die Filter sollten idealerweise auf Dächern neben Solarpanels platziert werden, um neben Regen auch möglichst viel Sonnenlicht aufzufangen. Erhitzt das Licht nämlich die Gel-Membran, wird sie hydrophob. Das bedeutet, sie scheidet das gereinigte Regenwasser wieder ab und es kann in das Installationssystem von Haushalten fließen.

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„Diese Methode ist passiv, sie verlässt sich also nur auf erneuerbare Energie“, erklärt Ko-Entwickler Rodney Priestley. Ihm zufolge kann der Filter auch mit überschüssiger Wärme aus dem Heizsystem von Gebäuden funktionieren. Insgesamt sei die neue Methode effektiver und schneller als übliche Arten, Flüssigkeiten zu reinigen. Vor allem in Entwicklungsländern, in denen die Versorgung mit sauberem Wasser mangelhaft ist, biete der Filter großes Potenzial. In wohlhabenderen Staaten könnte er dagegen als ein Ersatz dienen, falls eine Störung vorliegt. Auch als komplementäre Wasserversorgung könne das System fungieren.

Filter für Wiederverwendung geeignet

In frühen Tests haben die Forscher nach eigenen Angaben festgestellt, dass der neue Filter sehr haltbar ist und auch immer wieder zum Einsatz kommen kann. Viele gewöhnliche Alternativen müssten dagegen häufig ausgetauscht werden. Die Methode funktioniere nicht nur bei kleinen Haushalten, sondern auch bei größeren Gebäuden. Priestley sieht vor allem bei US-Schulen einen wichtigen Einsatzort für die Filter. Hier finden sich ihm zufolge oft immer noch Spuren von Blei in der Wasserversorgung. Mit der neuen Methode sei es möglich, Trinkwasser frei von solchen Schadstoffen und ohne viel Aufwand zu gewinnen.

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