Tech & Nature

Ökologischer Hausbau

Naturefloor: Niederösterreicher will mit Holzspänen, Styropor aus den Fußböden vertreiben

Der Gründer bei seinem Pitch ©PULS 4_Gerry Frank
Der Gründer bei seinem Pitch ©PULS 4_Gerry Frank

Ganz ehrlich – Wer weiß alles ganz genau, was in der Wohnung oder dem Wohnhaus verbaut wurde? Während in vielen Bereichen bereits nachhaltige Alternativen für einige die beste Wahl sind, ist die Baubranche zumeist immer noch wenig nachhaltig. Zumindest bei dem Fußbodenbau will das Niederösterreichische Startup Naturefloor mit ihrem Produkt nun einen Unterschied machen. Dabei geht es nicht um den Oberflächenbelag, wie Fliesen oder Parkett , sondern viel weiter darunter. Das Startup bietet lehmummantelte Holzhackschnitzel an, welche als natürliches Schüttmaterial verwendet werden und so unökologisches Styropor ersetzen.

Fußboden aus ökologischen Material

Roman Erler ist ökologischer Hausbauer. Den Anstoß für die Gründung von Naturefloor hat er durch seine Ehefrau erhalten. Laut eigenen Aussagen ist der der erste, der in Österreich tonummantelte Holzspäne für natürliche Schüttungen anbietet. Laut dem Startup, werden bei dem herkömmlichen Estrich-Fußbodenaufbau unter dem Parkett oder den Fliesen, eine Schicht Nass-Estrich, eine Schicht EPS Trittschalldämmplatte und darunter dann das gebundene Styroporgranulat verwendet. Erler hat für seine Fußböden alle Bestandteile durch ökologische Materialien ausgetauscht und will nun mit den Hackschnitzeln auch die Baubranche erobern.

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Holz aus Forstabfällen

Die Holzspäne stammen, den Aussagen des Niederösterreichers nach, von Forstabfällen, welche er auf dem Gelände eines Holzvergasers weiter verarbeitet. Das Ton dafür stamme ebenfalls aus natürlichen Vorkommen, so Erler, und zusammen mit den Holzspänen und Wasser vereinigen sich diese durch mechanisches Mischen zu seinem Naturefloor. Getrocknet wird dieses anschließend durch die Abwärme des Holzvergasers, sodass dafür keine Extraenergie verwendetet werden muss. Durch diese Kombination wird auch das Quellen oder Schwinden bei Feuchtigkeit des Materials verhindert und es wird resistent gegen Schimmel, Pilze und Fäulnis, so das Versprechen des Startups.

Märkte in Österreich, Deutschland und Italien erreichen

Nachdem Roman Erler inzwischen zwischen 18.000 Euro und 19.000 Euro in das Startup gesteckt hat, will er jetzt die Baubranche erreichen. 100 Euro kostet ein Kubikmeter der natürlichen Trockenschüttung. Naturefloor lässt sich seinen Aussagen nach sowohl bei Neubauten als auch bei Sanierungen verwenden, ist aber  teurer als das herkömmliche Styropor. Dafür aber ökologisch und umweltschonend, so der Niederösterreicher. Als nächstes Ziel will er nun die Produktion erweitern und sein Produkt in Österreich, Deutschland und Italien bekannt machen.

Der Gründer von Naturefloor tritt am 02. März ab 20:15 Uhr bei der Startup-Show 2 Minuten 2 Millionen vor die Investoren-Jury. Mehr Infos finden sich hier:

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