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Weltweite Expansion geplant

Motatos: Schwedisches Lebensmittelretter-Startup sammelt 24 Mio. Euro ein

© Mehrad Vosoughi / Unsplash
© Mehrad Vosoughi / Unsplash

Viel zu viele Lebensmittel landen weltweit im Müll. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) schätzt im diesjährigen „Food Waste Index Report“, dass rund 17 Prozent der gesamten weltweiten Nahrungsmittelproduktion verschwendet werden. Nicht nur in puncto Welthunger ist das kritisch, sondern auch für das Weltklima: Schätzungsweise 8-10 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen entfallen auf Lebensmittel, die nicht konsumiert werden, so die FAO. Dennoch würden Lebensmittelabfälle bisher in keinem der nationalen Beiträge zum Pariser Abkommen erwähnt werden. Im privaten Sektor hingegen haben sich viele Startups darauf spezialisiert gegen die Lebensmittelverschwendung vorzugehen, so etwa das schwedische Startup Motatos.

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Verkauf und Lieferung über Onlineshop

Motatos wurde  im Jahr 2014 unter dem Namen Matsmart von Erik Södergren, Karl Andersson und Ulf Skagerström gegründet. Das Startup verkauft über seinen Online-Shop Konsumgüter für den alltäglichen Bedarf, die normalerweise aus Gründen wie Verfallsdatum, Überschussmenge oder beschädigter Verpackung weggeworfen werden würden. Die Produkte bezieht das Unternehmen laut eigenen Angaben von unterschiedlichen Lebensmittelherstellern. Aus dem Großhandel, Lebensmittelgeschäften oder Supermärkten bezieht Motatos keine Produkte, da gemeinnütige Organisationen hier bereits sehr aktiv sind, so das Unternehmen.

Über seinen Onlineshop bietet das Startup eine breite Palette von Produkten an, von Haushaltswaren wie Brot und Marmelade bis hin zu Kosmetikprodukten und Tiernahrung. Konsument:innen können die Produkte zu einem niedrigeren Preis kaufen als im normalen Supermarkt. Außerdem können sich Verbraucher:innen ihre gekauften Artikel direkt nachhause liefern lassen. Bisher ist Motatos in vier europäischen Märkten präsent, darunter Schweden, Finnland, Dänemark und Deutschland. Bestellungen von deutschen Kund:inn werden aus einem Logistikzentrum in Großbeeren südlich von Berlin aus versendet.

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24 Millionen Euro Investment

Bisher hat Motatos mit seinem Geschäftsmodell laut dem Tech-Portal Silicon Canals mehr als 25.000 Tonnen Essen gerettet. Für Lieferant:innen lohnt sich die Zusammenarbeit mit dem schwedischen Startup, da für sie weniger Lebensmittel als Abfall enden. Für die Kunden:innen lohnt sich der Kauf im Onlineshop, da sie Geld sparen können. Dieses Konzept hat auch das Interesse von Investor:innen geweckt. Seit seiner Gründung hat das Startup mehr als 35 Millionen Euro an Investitionen erhalten. Nun haben die Gründer bei einer neuen Finanzierungsrunde der Beteiligungsgesellschaft Blume Equity weitere 24 Millionen Euro eingesammelt.

Neben der Einführung in neue Märkte in ganz Europa will Motatos die Investition nutzen, um das Wachstum in bestehenden Märkten zu steigern. Langfristig hat sich Motatos laut Silicon Canals das Ziel gesetzt, die Menge an Lebensmittelabfällen in Europa um 10 Prozent zu reduzieren. Derzeit werden in der Europa jährlich knapp 88 Millionen Tonnen Lebensmittel verschwendet, so die Europäische Kommission.

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