Fahrverbot

Linz beendet „autofreie Innenstadt“ nach nur fünf Tagen

Der Linzer Hauptplatz © Pixabay
Der Linzer Hauptplatz © Pixabay

Die oberösterreichische Hauptstadt Linz hätte diesen Sommer eigentlich die autofreie Innenstadt proben wollen. Der Bereich rund um den großen Hauptplatz wurde auch tatsächlich für den Durchzugsverkehr gesperrt – nach nur fünf Tagen ist nun aber Schluss mit dem Experiment, das eigentlich für zwei Monate angesetzt war. Das Fahrverbot am Hauptplatz und zwei angrenzenden Gassen trat am 15. Juli in Kraft und wurde mit 20. Juli wieder aufgehoben.

Bürgermeister Klaus Luger meint, es sei dennoch gut gewesen, den Versuch zu starten, weil man sonst „vermutlich den ganzen Sommer gefragt worden (wäre), wann wir den autofreien Hauptplatz endlich in die Tat umsetzen“, wir er in einer Aussendung der Stadt zitiert.

Erst wenn alle Brücken fertig sind

Er lässt deutlich durchklingen, dass er von dem Projekt, das von Vizebürgermeister Markus Hein initiiert wurde, nicht überzeugt war: „Bereits in der Vergangenheit habe ich stets darauf hingewiesen, dass eine Verkehrsberuhigung am Hauptplatz schwer möglich sein wird, solange er als ein Hauptzubringer zur Nibelungenbrücke fungiert“. Zu einem späteren Zeitpunkt würde er eine Verkehrsberuhigung allerdings begrüßen und zwar dann, wenn neue Donaubrücken die Durchzugsroute Linzer Platz entlasten. Sobald die Brücken fertig seien, müsse auch an einem neuen Verkehrskonzept für die Zufahrt zu den Brücken gearbeitet werden.

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Wien: „Autofreie“ City lässt auf sich warten

Auch in Wien gibt es um eine mögliche „autofreie“ City eine heftige politische Diskussion, die durch den Wiener Wahlkampf zusätzlich befeuert wird. Hier handelt es sich um ein Projekt der Vizebürgermeisterin Birgit Hebein, das allerdings bei Opposition und auch beim Koalitionspartner auf Widerstand stößt. Bürgermeister Michael Ludwig hat dem Projekt trotz zahlloser Ausnahmen bisher nicht zugestimmt – er vermisst ein umfassendes Konzept, das auch Auswirkungen auf die Verkehrssituation in umliegenden Bezirken berücksichtigt. Die „Ortsverhandlungen“ vergangene Woche, zu denen unter anderem Bezirksvorsteher, Magistrate, Interessensvertretungen und Kammern geladen waren, ließen weiterhin viele Fragen offen.

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