Tech & Nature

Studie

Klimawandel: Hälfte der globalen Städte hat keinen Notfallplan

Symbolbild © Geralt / Pixabay
Symbolbild © Geralt / Pixabay

Mit dem Klimawandel könnten sich in Zukunft die Lebensbedingungen für viele Menschen stark verändern. Die globale Erwärmung wird unter anderem in Städten eine große Auswirkungen auf Einwohner haben. Allerdings hat weniger als die Hälfte der weltweiten Städte einen Plan, um sich an die Veränderung des Klimas anzupassen und ihre Bewohner zu beschützen. Das ergibt eine Studie der internationalen Nonprofit-Organisation Carbon Disclosure Project (CDP).

„Gefahren und Anfälligkeiten identifizieren“

„Europäische Kräfte müssen eine treibende Kraft dabei sein, um die EU bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu machen und das ambitionierte Ziel der Emissionsreduzierung im Jahr 2030 zu erfüllen. Seit März 2020 sehen wir die gewaltige Wirkung, die das Coronavirus auf das Leben von Menschen weltweit hat. Städte müssen ihre Ressourcen dafür einsetzen, Leben zu retten, die Wirtschaft zu fördern und medizinische Dienstleistungen zu schützen. Aber die Umweltmaßnahmen dürfen nicht langsamer werden. Jede Stadt muss als ersten Schritt Gefahren und Anfälligkeiten durch den Klimawandel sowie wichtige Schritte dagegen definieren“, sagt Mirjam Wolfrum, Director Policy Engagement bei CDP Europe.

Klimawandel: Städte werden deutlich heißer als bisher angenommen

Bei CDP handelt es sich um eine Organisation, die im Jahr 2000 in London gegründet wurde und unter anderem auch einen Sitz in Deutschland hat. Aufgabe der Nonprofitorganisation ist es, Unternehmen und Städten bei der Offenlegung ihrer Treibhausgasemissionen zu helfen. Laut dem CDP haben im Jahr 2020 bereits 812 globale Städte an der jährlichen Erhebung teilgenommen. Zwar geben 93 Prozent der Metropolen an, dass ihnen durch den Klimawandel Risiken bevorstehen. Jedoch haben nur 43 Prozent einen Plan dafür, sich an diese Veränderung anzupassen. Das bedeutet der CDP zufolge, dass insgesamt 400 Millionen Menschen heute an Orten leben, die auf den Klimawandel unvorbereitet sind.

Klimawandel bedroht Menschenleben

Die Studie identifiziert den Klimawandel als eine große Gefahr für das Leben von Stadtbewohnern. Hitzewellen und Umweltverschmutzung könnten die Gesundheit und auch das Leben der Menschen bedrohen. 41 Prozent der Städte haben noch nicht einmal untersucht, wie groß die Risiken durch den Klimawandel für sie in Zukunft sind.

CityTree: Künstlicher „Baum“ säubert jetzt die Luft in Feinstaub-Hochburg Graz

Ein besonders großes Hindernis für Klimawandel-Pläne ist laut einem Viertel der Städte das Budget. 157 der Metropolen in Europa schätzen das benötigte Geld für wirksame Maßnahmen bei zehn Milliarden Euro. Dennoch setzen sich jetzt schon viele Städte für eine Reduzierung ihrer Treibhausgasemissionen ein. 20 Prozent setzen auf Begrünung, außerdem wenden die Städte, die an der Erhebung teilgenommen haben, zu 42 Prozent erneuerbare Energien zur Stromversorgung an. 18 Prozent haben außerdem schon Maßnahmen gegen Hochwasser umgesetzt.

Mehr Tech & Nature

Startup-News by

Weiterlesen