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KlimaKonkret: Neue Initiative will Österreichs Gemeinden klimafit machen

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Nach Prognosen der Vereinten Nationen werden 2050 fast 70% der Weltbevölkerung in Städten leben. Aber noch warten viele Herausforderungen auf die Städte der Zukunft, denn die klimatischen Veränderungen belasten heute schon das urbane Leben. Noch dominieren vielerorts Betonwüsten und Hitzeinseln, die gerade in den Sommermonaten den Stadtbewohnern zu schaffen machen. Was für klimatische Anpassungen es für die Städte der Zukunft bedarf, will nun die neu gegründete Initiative “KlimaKonkret” österreichischen Gemeinden und Städten vermitteln. 30.000 KlimaKonkret-Pläne wollen die Experten in den nächsten Tagen an Gemeinden als Startschuss für klimafittere Ortschaften, verschicken. 

Ausarbeitung von Klima angepassten Prototyp-Städten

Die Idee zu KlimaKonkret kam vom Künstler und Klimaaktivist André Heller. Heute ist aus der Idee eine interdisziplinäre Expertengruppe geworden, welche vom österreichischen Klima-und Energiefond und der “The Innovation in Politics Institute GmbH” finanziell unterstützt wird. Ziel der Initiative ist es, das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Klimawandelanpassungen zu steigern und die Städte bei Umsetzungen von Maßnahmen zu unterstützen. 

Wie so etwas in der Praxis aussehen könnte, haben die Experten in ihrem KlimaKonkret-Plan an einer prototypischen österreichischen Gemeinde  bereits ausgearbeitet. Schwerpunkte liegen bei den Handlungsfeldern Grünräume, Mobilität, Bauen/ Siedlungsentwicklung und Wasser.

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Persönliche Beratung erhalten Interessierte im Servicecenter des Climate Change Centre Austria (CCCA). CCCA-Obfrau Helga Kromp-Kolb: „Selbst wenn die Ziele des Pariser Klimavertrages erreicht werden, kommt es in den nächsten Jahrzehnten noch zu Temperaturanstiegen und damit verbundenen unerwünschten Klimaänderungen. Städte und Gemeinden tun daher gut daran, diese durch Anpassungsmaßnahmen abzufedern.“

Städte brauchen Geld für Mobilitätswandel 

Dass die österreichischen Städte Anpassungen an den Klimawandel brauchen, ist weithin bekannt. Auch bei der heurigen digitalen Variante des Städtetages des Städtebund-Austria Tech diskutierten Vertreter von Stadt, Bund und der Europäischen Kommission über notwendige Veränderungen. Einigkeit fanden sich bei den Tatsachen, dass die Städte die Labore der Zukunft zum Erreichen der Klimaziele sind und eine Vorbildfunktion innehaben. Dafür brauchen sie allerdings mehr Geld. Bisher wird, einer Aussendung des Österreichischen Städtebundes zufolge, der Öffentliche Verkehr maßgeblich von den Städten finanziert. Dabei sind allerdings heute schon Zuschüsse bis zu 45% notwendig. Tendenz steigend.

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