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Jungle Worker: Pakistan gibt Arbeitslosen Jobs als Bäumepflanzer

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In Pakistan ist die Arbeitslosigkeit durch die Coronavirus-Maßnahmen nach oben geschnellt. Laut Ökonomen könnten bis zu 19 Millionen Menschen ihre Jobs verlieren. Die Regierung hat nun ein Projekt ins Leben gerufen, dass neue Arbeitsplätze schafft und gleichzeitig die Effekte des Klimawandels mildert: Wer wegen des Coronavirus gerade nicht arbeiten kann oder seinen Job verloren hat, kann Geld verdienen, indem er Bäume pflanzt.

Bauarbeiter als „jungle worker“

Die Maßnahme zielt vor allem auf Gelegenheits- oder Saisonarbeiter ab, die keine feste Anstellung haben und aufgrund der Maßnahmen keine Arbeit finden – etwa im Baugewerbe oder der Gastronomie. „Due to coronavirus, all the cities have shut down and there is no work. Most of us daily wagers couldn’t earn a living“, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters einen Arbeiter aus dem Bezirk Rawalpindi in Punjab, Abdul Rahman. Er war Bauarbeiter und pflanzt nun Bäume als „jungle worker“. Damit verdient Rahman umgerechnet rund 3 Euro pro Tag, etwa die Hälfte seines üblichen Lohns.

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Platz 5 auf Liste der Klimawandel-Betroffenen

Mit dem Arbeitslosen-Programm setzt die Regierung einen weiteren Schritt in ihrem Plan, Milliarden neuer Bäume zu pflanzen – Pakistan zählt zu jenen Regionen, die vom Klimawandel durch Extremwetterereignisse besonders stark betroffen sind. Auf der Germanwatch-Liste der am meisten durch den Klimawandel gefährdeten Länder liegt Pakistan für den Zeitraum von 1999-2018 auf Platz 5 hinter Puerto Rico, Myanmar, Haiti und den Philippinen. 2018 kündigte die Regierung ein Fünfjahres-Programm an, um die Auswirkungen des Klimawandels einzudämmen. Teil des Plans ist es, 10 Milliarden neuer Bäume zu pflanzen.

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