Förderungen

Hightech für Klimaschutz: In diese Projekte steckt Österreich 28 Mio. Euro

Großspeicher als "Altersheim" für E-Auto-Akkus © Baldauf/Saubermacher
Großspeicher als "Altersheim" für E-Auto-Akkus © Baldauf/Saubermacher

Das Klimaschutzministerium stellt für konkrete Innovationsprojekte für mehr Klimaschutz 28 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung. Das Geld fließt über den Klima- und Energiefonds in 22 Projekte, in denen mit Technologie zur Erreichung der Klimaziele beigetragen wird. Die Förderprogramme konzentrieren sich auf den Bereich Energie und sollen insgesamt bis 2021 120 Millionen Euro ausschütten.

Zweites Leben für E-Auto-Akkus

Gefördert werden vor allem Kooperationen von Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Als Vorzeigebeispiel holt das Klimaschutzministerium ein Projekt von dem Entsorgungsunternehmen Saubermacher vor den Vorhang. „SecondLife4Batteries“ wurde 2018 gestartet und hat es in drei Jahren zur Marktreife gebracht. Dabei werden ausgediente E-Auto-Batterien in großen Stromspeichern für Industrieanlagen wiederverwendet. Der Speicher ist in einer Saubermacher-Recyclinganlage bereits im Einsatz und gleicht dort Lastspitzen beim Hochfahren der Anlage aus.

Gebrauchte E-Autos: Tesla mit 160.000 km – zuschlagen oder Finger weg?

Im Rahmen des Projektes wurde auch ein Analysegerät entwickelt, mit dem der Zustand gebrauchter E-Auto-Akkus beurteilt werden kann. „Wenn mehr und mehr Strom aus erneuerbaren Energien in unsere Verteilnetze fließen soll, dann braucht es dafür Energiespeicher, die für die optimale Integration und für eine kostenoptimale Stromnutzung sorgen“, erklärt Ralf Mittermayr, Vorstands-Vorsitzender von Saubermacher.

In der aktuellen Förderperiode geht es um diese Projekte:

  • NEFI – New Energy for Industry: Spitzentechnologien für eine emissionsfreie Industrie: In der Vorzeigeregion Energie NEFI starten vier neue Projekte mit einem Projektvolumen von 6,7 Mio. Euro, die mit 3,4 Mio. Euro gefördert werden. Im Zentrum der Entwicklung stehen dampferzeugende Wärmepumpen, die Abwärme wieder in den Prozess einbinden, Trocknungsprozesse, die mit neuartiger Sensorik und digitalen Methoden energetisch optimiert werden, sowie die Entwicklung und Demonstration des Konzepts einer grünen Gießerei.
  • Green Energy Lab: Innovationslabor im Realbetrieb: Mit den fünf Projekt-Neuzugängen werden unter dem Dach des Green Energy Lab nun insgesamt 20 Projekte mit einem Volumen von 70 Millionen Euro koordiniert und begleitet. Die neuen Projekte reichen von der Systemflexibilisierung bei Wärmesystemen und der Entwicklung von Speicherlösungen über die Testung des viel diskutierten Modells der Energiegemeinschaften bis hin zu integrierten Mobilitätslösungen.
  • WIVA P&G: Zukunftshoffnung Wasserstoff: Im Rahmen der Wasserstoff-Vorzeigeregion WIVA P&G werden nun 2 Projekte, mit rund 48 Mio. Euro Gesamtinvestition, neu starten: „Underground Sun Storage 2030“ und „UpHyII“. Underground Sun Storage 2030 erforscht die großvolumige, saisonale Speicherung von erneuerbarer Energie. Diese soll dabei in Form von reinem Wasserstoff in ausgeförderten Erdgaslagerstätten gespeichert werden. Das Projekt „UpHyII“ soll zum ersten Mal in Österreich eine komplette grüne Wasserstoff-Wertschöpfungskette industriellen Maßstabs von der Herstellung, Verteilung und Nutzung in Verkehr und Industrie demonstrieren.

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