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Wild Card

Health Startups: 3 Mio. Euro für Parkinson- und Krebsforschung

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In den letzten Monaten wurde die Welt von der Corona-Pandemie dominiert, aber auch andere Krankheiten ruhten deswegen nicht. Die Forschung zu diesen allerdings zum Glück auch nicht. Im Rahmen des Wild-Card-Innovationsprogramm der europäischen Einrichtung EIT Health erhielten jetzt zwei Health Startups kräftige finanzielle Unterstützung. Insgesamt drei Millionen Euro wurden vergeben. 1,5 Millionen Euro konnte sich das deutsche Startup Orbit Health mit der Forschung zur Behandlung von Parkinson mit künstlicher Intelligenz sichern. Die zweite Hälfte des Gewinns ging nach Spanien. Das Health Startup Mimark arbeitet an einer Technologie um die Genauigkeit der Gebärmutterkrebsdiagnostik zu verbessern.

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Parkinsontherapien individualisieren

Das Münchener Startup Orbit Health arbeitet seit 2019 an an der Technologie und hat eine gerätediagnostische KI-Lösung entwickelt, welche die Behandlungsdosis von mit Parkinson Erkrankten regulieren soll. Mit der aktuellen Forschung zur Parkinsonbehandlung konnten sie nun das EIT Health Gremium überzeugen. „Mit unserer Forschung möchten wir die Individualisierung von Therapien einfacher machen und dadurch sowohl das Leben der Patienten und ihrer Familien verschönern als auch Kosten für das Gesundheitssystem einsparen“, so die CEO und Mitbegründerin von Orbit Health, Patty Lee. Durch die KI-Lösung sollen bis zu fünf zusätzliche symptomfreie Stunden für die Patienten erreicht werden können. Die aktuelle Finanzspritze soll nun einer Aussendung des EIT Health nach, die Umsetzung der Idee unterstützen.

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Erkrankungen früher feststellen

Die zweite Wild Card erhielt das Health Startup Mimark aus Barcelona. Sie arbeiten an einer Verbesserung der Genauigkeit und der Effizienz bei der Diagnostik von Gebärmutterkrebs. Einer aktuellen Aussendung nach, werden auch bei der Krebsart rund ein Drittel der Erkrankungen zu spät festgestellt. Die spanischen Forscher wollen das nun ändern. Die Mitbegründerin von Mimark, Eva Colas Ortega: “ Wir möchten durch unsere technologische Innovation den Behandlungsstandard bei Gebärmutterkebs verbessern, ohne dass Patientinnen invasive und unbequeme Eingriffe über sich ergehen lassen müssen. (…).“ Mit der aktuellen Förderung soll nun ein Diagnosekit entwickelt werden, dass die Technologie des Startups praxistauglich für die klinische Umsetzung machen soll.

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Forschungen fördern

Bereits zum vierten Mal wurden die Wild-Cards vom EIT Health vergeben. Ziel des Programmes ist es, neue Ideen von Unternehmen im Gesundheitsbereich zu unterstützen. Neben der Gewinnsumme, erhalten die Gewinner außerdem die Möglichkeit Experten zu konsultieren und an verschiedenen Coachings teilzunehmen.

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