Verpackung

Größte Brauerei der Welt setzt auf „umweltfreundliche“ Bierdosen

Die umweltfreundlichere Bierdose für Michelob Ultra © Anheuser-Busch
Die umweltfreundlichere Bierdose für Michelob Ultra © Anheuser-Busch

Aluminium verursacht in der Produktion sehr viel CO2 und Bier wird oft in Alu-Dosen gefüllt. Diesem Problemfeld widmen sich nun die weltweit größte Bier-Brauerei Anheuser-Busch und der weltweit größte Aluminum-Produzent, Rio Tinto. Gemeinsam bringen sie eine Bierdose auf den Markt, die rund ein Drittel weniger CO2 verursachen soll. Das wird vor allem durch den Einsatz erneuerbarer Energie in der Produktion erreicht.

Alu-Technologie, in die Apple investiert hat

In einem Testlauf wird nun vorerst eine Million an umweltfreundlicheren Bierdosen hergestellt und zwar für die Anheuser-Busch-Marke Michelob Ultra – dabei handelt es sich um ein kalorienreduziertes Bier mit wenig Alkohol. Hergestellt werden die Dosen – übrigens eine Premiere in der Getränkeindustrie – in einem Aluminiumwerk von Rio Tinto in Kanada, das mit Wasserkraft betrieben wird. Dort kommt eine neue Schmelztechnologie zum Einsatz, in die auch Apple und die kanadische Regierung investiert hat: Elysis ist ein Joint-Venture der Alu-Hersteller Rio Tinto und Alcoa.

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70 Prozent recyceltes Alu

Aluminium wird derzeit in CO2-intensiven Schmelzanlagen produziert, die zudem in der Regel mit fossiler Energie aus Kohle betrieben werden. Aluminium gilt dafür als bestens geeignet für Recycling – das Material behält auch nach zahlreichen Recycling-Vorgängen seine Eigenschaften. Anheuser-Busch schätzt, dass derzeit 70 Prozent des für Bierdosen aus dem eigenen Markenportfolio eingesetzten Materials recycelt sind. Brauereien experimentieren mittlerweile aber auch mit biologisch abbaubaren Materialien. Carlsberg füllt Bier testweise in Kartonflaschen ab, die mit Bioplastik ausgekleidet sind.

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