Social Innovation

So will Google Impact Startups aus Europa und Afrika fördern

Google
© Photo by Rajeshwar Bachu on Unsplash

Der Internet-Riese Google hat eine neue Initiative gestartet, um Unternehmertum im Impact-Bereich zu fördern. Im Fokus stehen Jungunternehmen, die Lösungen für die „Sustainable Development Goals“ der Vereinten Nationen entwickeln. Zu diesen insgesamt 17 Zielen der UN zählen das nachhaltige Management natürlicher Ressourcen, Lösungen für die Klimakrise, die Energiewende, Armutsbekämpfung, Bildung oder Gesundheit. Google hat für Startups in diesem Bereich einen Accelerator, ein mehrmonatiges Förderprogramm, eingerichtet.

Zusammen „echte Fortschritte“ erreichen

„Technologie kann dazu beitragen, einige der größten Herausforderungen der Welt zu bewältigen. Das reicht von Künstlicher Intelligenz zur Bewältigung sozialer Herausforderungen, bis hin zur Festlegung ehrgeiziger und langfristiger Ziele für die ökologische Nachhaltigkeit. Wenn Unternehmen und Investoren mit Regierungen, gemeinnützigen Organisationen, Gemeinden und Einzelpersonen zusammenarbeiten, können wir echte Fortschritte erzielen“, sagt Kate Brand, Googles „Chief Sustainability Officer“, die das neue Programm am Web Summit in Lissabon angekündigt hat.

+++ Diese Projekte sollen die Welt vom Plastikmüll befreien +++

8 – 10 Startups, 6 Monate Programm

Google sucht für den Accelerator acht bis zehn Startups aus Europa, Afrika und dem Nahen Osten. Sie sollen sich in den nächsten Wochen online bewerben können – den genauen Start der Bewerbungsphase hat Google noch nicht bekannt gegeben, der neue Accelerator wird Teil der „Google for Startups“-Initiative und damit wohl demnächst auf dieser Website zu finden sein. Bewerber werden an den SDGs gemessen, weitere Kriterien hat Kate Brand noch nicht bekannt gegeben, aber Beispiele für Leuchtturmprojekte: Asaduru aus Südafrika, das nachhaltige Lösungen für Häuser und Gärten entwickelt, Skilllab BV aus den Niederlanden, das mit einer Software dabei hilft, Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt zu integrieren und das britische Startup Limbic, das eine Künstliche Intelligenz für mentale Gesundheit entwickelt.

+++ So funktioniert Österreichs erster Fonds für Social Entrepreneurship +++

Jene Teams, die aufgenommen werden durchlaufen im Frühjahr 2020 ein sechsmonatiges Programm, in dem sie mit Zugang zu Google-Produkten, Trainings und technischem Support unterstützt werden. In dem Accelerator können Startups mit Google-Mitarbeitern aus 20 verschiedenen Abteilungen, aber auch externen Experten zusammenarbeiten.

Kein Investment, aber Zugang zu Investoren

Der Internetkonzern selbst verspricht keine Direktinvestments in die ausgewählten Startups. „Der Accelerator wird Teilnehmern helfen, Kontakte zu potenziellen Investoren zu knüpfen“, verspricht Kate Brand allerdings. „Auch wenn Investoren den Wert von Social Impact Startups zunehmend erkennen, ist es trotzdem nicht einfach, die richtigen Investoren zu gewinnen und mit traditionellen Startups zu konkurrieren, die sich hauptsächlich auf Wachstum oder Akquisition konzentrieren“.

Mehr Tech & Nature

Startup-News by

Weiterlesen