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Glacier: Wiener Startup will Unternehmen zu Klimaschutz-Vorreitern machen

Rainhard Fuchs und Andreas Tschas haben Glacier gegründet © Fuchs
Rainhard Fuchs und Andreas Tschas haben Glacier gegründet © Fuchs

Mit Glacier gibt es ein neues Startup in Österreich, das Unternehmen dabei helfen will, den eigenen CO2-Fußabdruck zu schmälern. Mittlerweile gibt es zahlreiche Apps und Initiativen, die sich dieser Aufgabe widmen – die Gründer von Glacier hoffen aber, mit ihrem Ansatz besonders viel bewirken zu können: „Wir wollen auf der Reise der CO2-Reduktion die smartesten und innovativsten Lösungen aufzeigen, die auch Kosten sparen können, aber bisher wenig bekannt sind“, verspricht Andreas Tschas.

Tschas ist in der österreichischen Startup-Szene als Gründer des Wiener Pioneers Festivals bekannt, das sich zu einem internationalen Hotspot für Startups entwickelt hatte: „Wir haben schon gezeigt, dass wir eine globale Community aufbauen können und das haben wir auch mit Glacier vor“, erklärt er im Gespräch mit Tech & Nature. Das Startup hat er gemeinsam mit Rainhard Fuchs entwickelt – die beiden haben sich bei der Digitalisierungsagentur des Bundes kennengelernt, die 2019 von der damaligen türkis-blauen Regierung ins Leben gerufen wurde.

Event und „Carbon Reduction Playbook“

Glacier wartet zum Start mit zwei Lösungen auf. Eine ist ein Hybrid-Event, das vor Ort in den Unternehmen  für Mitarbeiter und gleichzeitig online für die gesamte Community stattfindet. Vor Ort sollen Unternehmen an diesem Tag gemeinsam mit ihren Mitarbeitern langfristige Maßnahmen für den Klimaschutz entwickeln und planen. Die Inhalte dafür liefert Glacier in Form eines „Carbon Reduction Playbooks“, in dem konkrete Lösungen zu finden sind, die individuell für das Unternehmen zusammengestellt wurden. „Wir haben mittlerweile eine Datenbank mit mehr als 700 konkreten Lösungen und Maßnahmen aufgebaut, von denen dann ungefähr 20 in ein Playbook einfließen“, beschreibt Tschas.

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„Wissen, das man gerne weitergibt“

Unternehmen, die je nach Größe eine Jahresmitgliedschaft ab rund 1.000 Euro pro Jahr lösen, erhalten das und Zugriff auf die Online-Plattform mit einem CO2-Reduktions-Dashboard. Dort, so die Idee der beiden Gründer, sollen Community-Mitglieder voneinander lernen und Erfahrungen austauschen. „Es geht da ja um Wissen, das man gerne weitergibt und in der Regel nicht um Firmengeheimnisse“, meint Tschas. Wenn ein Glacier-Kunde also beispielsweise seinen Fuhrpark auf E-Mobility umsatteln will, kann er sich dort mit Unternehmen austauschen, die ein solches Projekt bereits umgesetzt haben.

Das Team von Glacier © Madeleine Arns
Das Team von Glacier © Madeleine Arns

Österreich soll Climate-Tech-Hotspot werden

Die beiden Unternehmer sind überzeugt, dass CO2-Reduktion zu einem wichtigen Geschäftszweig wird und sehen eine große Chance für österreichische Unternehmen: „Österreich hat mit der aktuellen Regierung (ÖVP, Die Grünen, Anm.) eine gute Position, sich zu einem Climate-Tech-Hotspot zu entwickeln“, sagt Tschas. Nachsatz: „Unternehmen, die Nachhaltigkeit verschlafen, werden früher oder später vom Markt verschwinden“. Zu den ersten Kunden von Glacier zählen übrigens nicht nur Großunternehmen wie Microsoft oder Magenta, sondern auch kleinere und mittlere Betriebe – darunter auch ein Würstelstand, der in der Wiener Startup-Szene wohl bekannt ist: Zum scharfen Rene.

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