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Hier kannst du in Wien Gemüse selbst anbauen und ernten

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In der Coronavirus-Krise hat sich Regionalität bei Lebensmitteln zu einem regelrechten Trend entwickelt. Märkte waren gut besucht, Bio-Kistl-Anbieter mussten teilweise Neukunden zurückweisen und auch der Online-Bauernmarkt markta.at erlebte einen Ansturm. Und zuletzt hat sogar die türkis-grüne Regierung Regionalität ganz oben auf die Agenda für den Weg aus der Krise gesetzt.

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Mit der Lockerung der Maßnahmen dürfte auch die wohl regionalste Möglichkeit, in Städten an frisches Obst und Gemüse zu kommen, wieder anlaufen: Gemeinschaftsgärten, Mini-Miet-Acker und Selbst-Ernte-Angebote – die meisten davon starten mit Mai in die neue Saison. Tech & Nature hat einen Überblick über die besten Angebote.

Hier können Wienerinnen und Wiener Obst und Gemüse selbst anbauen und ernten:

Ackerhelden

Ackerhelden ist urspünglich ein deutsches Unternehmen, das in Wien zwei Standorte in Simmering und Floridsdorf betreibt. 2021 soll ein weiterer Standort eröffnen. Praktisch: Die Gärten sind mit Bio-Jungpflanzen vorbepflanzt und vor Ort gibt es auch Berater.

  • Standorte: 1110 Wien und 1210 Wien
  • Kosten: 229 Euro pro Jahr
  • Größe einer Anbaufläche: 40 Quadratmeter
  • Internet: www.ackerhelden.at

Biohof Radl

Der Biohof Radl bietet an fünf Standorten Selbsternte-Parzellen an – ideal also für alle, die keinen grünen Daumen oder keine Zeit haben. Um Saat und Bewässerung kümmern sich Profis, Unkraut jäten und die Pflege der Pflanzen übernimmt der Mieter.

  • Standorte: Fünf Felder in 1210 Wien und 1220 Wien
  • Kosten: 190 Euro
  • Größe einer Anbaufläche: 40 Quadratmeter
  • Internet: www.biohof-radl.at

Gärten für alle

Gärten für alle ist ein Verein, der gleich vier große Gemeinschaftsgärten in Wien betreibt. Dort werden gemeinsam nicht nur Obst und Gemüse angebaut, sondern auch Gartenparadiese zum Entspannen geschaffen.

  • Standorte: Vier Gärten in 1190 Wien und 1090 Wien
  • Kosten: Verein
  • Größe einer Anbaufläche: 100 – 900 Quadratmeter
  • Internet: gaertenfueralle.home.blog

Gartenpolylog

Im Gartenpolylog findet man nicht nur eine umfangreiche Karte mit Gemeinschaftsgärten und Selbsternte-Feldern in ganz Österreich. Es gibt auch einen Marktplatz für private Gartenprojekte, auf dem freie Flächen für urban gardening angeboten werden oder Mitgärtner für bestehende Projekte gesucht werden.

Gebietsbetreuungen Stadterneuerung

Es ist neben dem Blumenkisterl am Fensterbrett wohl die kleinste Möglichkeit, in der Stadt einen eigenen Garten zu pflegen, dafür haben alle etwas davon: Die Gebietsbetreuungen Stadterneuerung ruft mit „Gartln uns Eck“-Schildern dazu auf, Baumscheiben zu bepflanzen. Für den Anbau von Obst und Gemüse ist das zwar nur bedingt geeignet, aber gegen Kräuter spricht wirklich nichts.

Wem das dann doch zu wenig ist: Die Gebietsbetreuungen helfen auch bei der Gründung von Nachbarschaftsgärten.

Kirchenacker

Auch in Unterlaa, das man per Bus ab der U1-Station Oberlaa erreichen kann, kümmern sich Profis um den Anbau und Mieter dürfen dann die Ernte einfahren.

  • Standorte: 1100 Wien
  • Kosten: ab 119 Euro pro Jahr
  • Größe einer Anbaufläche: rund 7 bis 14 Quadratmeter
  • Internet: www.kirchenacker.at

LaaerBergbauerinnen

Die LaaerBergbauerinnen betreiben im 10. Bezirk eine gemeinschaftliche Landwirtschaft, der Acker wird also nicht in Parzellen unterteilt, sondern jede Gemüseart gemeinsam angebaut und geerntet.

Die LoBauerinnen

Auch in der Lobau gibt es eine gemeinschaftliche Landwirtschaft zwischen Mühl- und Schillerwasser im 22. Bezirk. Auf vier Hektar Ackerfläche werden auch alte Sortenraritäten angebaut.

  • Standort: Naufahrtweg 14, 1220 Wien
  • Größe der Anbaufläche: 4.000 Quadratmeter
  • Kosten: 115 Euro pro Jahr
  • Internetlobauerinnen.at

MyAcker

Auch Couchpotatos oder Menschen mit sehr wenig Zeit können eigenes Gemüse anbauen und verdanken das dem Kärntner Startup MyAcker. Über eine App pflegt man als Hobbygärtner einen virtuellen Acker und kümmert sich dort um Unkraut, Bewässerung und Dünger. Jeder Klick wird von echten Gärtnern auf einem echten Acker umgesetzt – das geerntete Gemüse kommt per Post.

  • Standorte: Mölltal
  • Kosten: 99 Euro pro Saison
  • Größe einer Anbaufläche: 3 Quadratmeter
  • Internet: myacker.com

Natürlich & Wild

Bei Renate Weber kann in Wien Hietzing und in Mödling Obst und Gemüse geerntet werden. Gemietet wird eine Parzelle, die bereits bepflanzt ist – für Pflege und Ernte steht Werkzeug zur Verfügung. Für Kinder gibt es eigene Mini-Parzellen.

  • Standorte: 1130 Wien und Mödling
  • Kosten: ab 145 Euro pro Jahr
  • Größe einer Anbaufläche:  ab 28 Quadratmeter
  • Internet: www.natuerlichwild.at

Ökoparzelle der Stadt Wien

Die Stadt Wien bietet in der Lobau auch selbst Anbauflächen für Gemüse zur Miete an. Die Parzellen werden vom Bio-Zentrum Lobau bepflanzt und dann von den Mietern gepflegt. Lediglich die Bewässerung stellen weiterhin die Profis sicher.

Öko-Ernteland

Der Zentralverband der Kleingärtner bietet in Leopoldau Parzellen zur Selbsternte an – auch in diesem Fall sind die Flächen bereits von Profis bepflanzt.

Selbsterntegarten

Der Selbsterntegarten im 23. Bezirk ist mit der U6 erreichbar und bietet für Selbstversorger-Familien auch große Parzellen mit 80 Quadratmeter an.

  • Standort: 1230 Wien
  • Kosten: ab 198 Euro pro Saison
  • Größe einer Anbaufläche: ab 40 Quadratmeter
  • Internet: selbsterntegarten.at

Pflückgarten Haschahof

Das Pflückgartenfeld des Haschahofes liegt am Rande des 10. Bezirks und bietet bepflanzte Parzellen an. Alternativ kann man Bio-Gemüse und Jungpflanzen auch einfach im Online-Shop des Hofes bestellen.

Wohnpartner – Gemüse im Gemeindebau

Die oft weitläufigen Grünflächen in Gemeindebauten drängen sich geradezu als Anbaufläche auf. Einfach so loslegen geht natürlich nicht, also nicht ohne Genehmigung. Dafür gibt es dann vielleicht sogar eine Förderung. Unterstützung gibt es hier:

Wilde Rauke

Die Wilde Rauke ist eine gemeinschaftliche Landwirtschaft in Stammersdorf, die Gemüse und Obst anbaut, ein Bienenparadies pflegt und auch einen eigenen Kinderbereich eingerichtet hat. An Feldtagen kann geschnuppert werden, in der Regel samstags.

 

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