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Elektromobilität

Fortschritt E-Infrastruktur: Kritik an EU aber Österreich übertrifft Zielsetzung

E-Auto, Ladestation
© Pixabay

Bis 2025 will die Europäische Union eine Million Ladestationen Elektrofahrzeuge innerhalb des Staatenverbundes installieren. So das im „Green Deal“ verankerte Ziel. Bisher reichen die Entwicklungen in diesem Bereich dafür allerdings nicht, so das Resümee eines aktuellen Berichtes des Europäischen Rechnungshofes. Österreich kann sich hingegen auf die Schultern klopfen. Wie der österreichische Staatssekretär Magnus Brunner angibt, hätte das Land seine Ausbauziele für 2020 mit 190 Prozent übertroffen. Mit mehr als 7.700 öffentlichen Ladestationen läge Österreich im EU-Vergleich im ersten Drittel und mit dem Anteil von Elektrofahrzeugen auf Platz neun, so Brunner.

Gesamteuropäischer Plan fehlt

Bisher gäbe es keinen europäischen Gesamtfahrplan um den Ausbau der E-Ladestationen im Staatenverbund gleichmäßig zu fördern, bemängeln die Autoren des Sonderberichtes „Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge:mehr Ladestationen, aber deren ungleichmäßige Verteilung macht das Fahren innerhalb der EU schwierig“. Der Name des Berichtes verweist dabei schon auf ein Hauptproblem bisher in der E-Ladeinfrastruktur. Außerdem kritisieren sie, dass  bisher eine Harmonisierung der Zahlungssysteme und zur Verfügung stehende Informationen zu Echtzeitverfügbarkeiten, Ladedaten und Abrechnungsdetails zwischen den Ladenetzen fehle.

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Ladislav Balko vom Europäischen Rechnungshof: „Letztes Jahr war jedes zehnte in der EU verkaufte Fahrzeug elektrisch aufladbar, doch Ladeinfrastruktur ist in der EU nicht überall gleich zugänglich. Wir sind der Auffassung, dass die Kommission mehr tun sollte, um die EU-weite Netzabdeckung zu unterstützen und sicherzustellen, dass Mittel dorthin fließen, wo sie am dringendsten benötigt werden.“ Bei einigen Punkten konnten die Autoren des Berichtes aber auch Verbesserungen feststellen. Als Beispiele nannten sie in einer aktuellen Aussendung die Förderung eines gemeinsamen EU-Standards für Stecker zum Aufladen von Elektrofahrzeugen und die Verbesserung des Zugangs zu verschiedenen Ladenetzen.

Fahrplan-Festlegung Seiten Europäischer Kommission empfohlen

Im Moment werden einige der politischen und rechtlichen Rahmenregelung für die Elektromobilität überarbeitet. Aufgrund ihrer Ergebnisse empfehlen die Autoren des Berichtes daher der Europäischen Kommission einen Fahrplan zur Erreichung der Ladeinfrastruktur-Ziele und Mindeststandards und -anforderungen festzulegen. Finanzmittel sollten außerdem auf Basis objektiver Kriterien und Lückenanalysen bereit gestellt werden.

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