Tech & Nature

Wissenschaft

Forscher: Meeresspiegel wird mehr ansteigen als bisher angenommen

© UNSPLASH
© UNSPLASH

Bisher angenommene Schätzungen zum Meeresspiegelanstieg in den nächsten Jahren, könnten, einer neuesten Studie zufolge, nicht stimmen. Wie die Kopenhagener Universität kürzlich bekannt gab,  untersuchten Forscher des Niels-Bohr-Institute der Universität erneut den zu erwartenden Anstieg des Meeresspiegels. Ihren Erkenntnissen nach, wird das Meer schneller und mehr ansteigen, wie sie in einer Studie im Fachmagazin European Geosciences Union schreiben.

Harvard-Wissenschaftler wollen Sonne verdunkeln um Erde abzukühlen

Anstieg von 1,35 Metern erwartet

Zwei Faktoren bedingen den Anstieg des Meeresspiegels. Durch den Klimawandel schmelzen Eisregionen fließen so ins Meer. Außerdem erhöht sich die Temperatur des Meeres, wodurch es sich weiter ausdehnt als zuvor. Mit den bisher verwendeten Klimamodellen hat das internationale Panel on Climate Change (IPCC) der Vereinten Nationen einen Meeresspiegelanstieg von höchstens 1,1 Metern bis 2100 geschätzt. Die dänischen Forscher haben nun historischen Daten seit 1850 mit detaillierteren Computermodellen verglichen. „Offensichtlich sind die Modelle, auf die wir derzeit unsere Vorhersagen zum Meeresspiegelanstieg stützen, nicht empfindlich genug“, sagt der Co-Autor der Studie Aslak Grinsted. So sagten die neuen Modelle einen schnelleren und höheren Anstieg des Meeresspiegels hervor. Im schlimmsten Fall erwarten die Forscher einen Anstieg von 1,35 Meter bis 2100.

Erderwärmung: In Innenräumen könnte es richtig heiß werden

Bisherige Modelle basieren auf unzureichenden Daten

Wie die Universität Kopenhagen schreibt, basieren die bisherigen Vorhersagen auf einem „Puzzle“ von Modellen für Eisschilde, Gletscher und die thermische Ausdehnung oder Erwärmung des Meeres. Wie Grinsted allerdings ausführt, waren vor den Satellitenbeobachten ab den 1990-er Jahren kaum Daten über die Abschmelzrate für die Antarktis bekannt. So basieren einige Modelle aus der Vergangenheit auf unzureichenden Daten. Bei der Überprüfung des Meeresspiegelanstieges von 1850 – 2017 mit den detaillierten Computermodellen, stellten die Forscher daher Unterschiede zu den bisher angenommenen Veränderungen in dem Zeitraum fest, was sich entsprechend auch auf die Zukunft auswirkt .

Die Forscher hoffen nun, dass bei zukünftigen Berechnungen des Meeresspiegelanstieges ihre neue Methode, die historischen Daten ebenfalls zu überprüfen, auch angewendet wird und so Klimamodelle zum Anstieg des Meeresspiegels so genau wie möglich sind.

560 Mrd. Tonnen Kohlenstoff im Permafrost im Meer verschlossen – Noch

 

 

 

Mehr Tech & Nature

Startup-News by

Weiterlesen