Tech & Nature

Spendenaktion

#fashion4future: Caritas sucht „fesche“ Kleider für Hilfsprojekt im Südsudan

©becca mchaffie/ unsplash
©becca mchaffie/ unsplash

Auch wenn es nur wenig rühmlich ist, ist das wahrscheinlich den meisten schon passiert. Kleidungsstücke, welche sich im Laden als das zukünftige Lieblingsstück tarnten, werden zuhause im Kleiderkasten dann fast ungetragen vergessen. Bei dem nächsten Ausmisten des selbigen, sind diese dann oft die ersten, welche aussortiert werden und landen bestenfalls in einem Second-Hand Shop oder in Kleiderspendern, schlechtesten Falls im Müll. Dieser Verlauf könnte aber nun diesmal noch ein wenig mehr Nutzen bringen. Wie die Caritas der Erzdiözese Wien aktuell ankündigt, suchen sie „gut erhaltene“, selten getragene, fesche“ Kleidung. Diese sollen den Grundstein für neue Futterpflanzen und landwirtschaftliches Equipment im Südsudan bilden.

Bis 05. August Abgabe von Spenden in Carla-Shops

„Wir wissen: Unser Konsumverhalten bei Kleidung trägt wesentlich zur Klimakrise bei. Wir kaufen zu oft, zu viel Kleidung ein. Die Textilindustrie produziert immer billiger und schneller. Es ist ein System, das sich für niemanden mehr ausgeht“, so die Leiterin der carlas, den Second-Hand-Läden der Caritas der Erzdiözese Wien, Elisabeth Mimra. Auch wenn dieses Problem mit der aktuellen#fashion4future-Aktion sicher nicht gelöst wird, soll mit dieser doch ein Zeichen gesetzt werden. „Wir rufen dazu auf, den Kleiderkasten nach gut erhaltener, selten getragener, fescher Kleidung zu durchsuchen und bis 5. August einem der carlas zu spenden“, so Mimra. Diese gespendeten Kleider sollen anschließend im Zuge einer Veranstaltung der Caritas am 06. August eine neue Chance bei neuen Besitzer:innen erhalten.

Wirhelfen.shop: Caritas macht Spenden so cool wie Online-Shoppen

Neben der Weiterverwendung von Kleidungsstücken und somit der Verringerung des Ressourcenverbrauchs, möchte die Caritas mit der Aktion aber noch etwas weiteres bewirken. Den eigenen Angaben nach wird der Gesamterlös aus der Veranstaltung am 06. August an Partnerprojekte im Südsudan gespendet. Die Region in Ostafrika leidet schon heute unter den Folgen der Klimakrise. Aktuellen Informationen des World Food Programme der UN von Mai 2021 zufolge, sind 60 Prozent der Menschen vor Ort von Nahrungsunsicherheiten bedroht. Laut dem aktuellen Hunger Hotspots Report des World Food Programmes in Zusammenarbeit mit der Food and Agriculture Organization der UN gehört der Südsudan neben dem Jemen und Nigeria zu den drei Ländern, mit der aktuell größten Gefahr für Nahrungsunsicherheiten.

Caritas-Wien-Chef: „Wir erleben gerade, dass sich der Welthunger wieder ausbreitet“

Mehr Nahrungssicherheit im Südsudan

In verschiedenen Projekten und Programmen vor Ort will die Caritas daher vor Ort für mehr Lebensmittel sorgen. Das zum einen durch direkte Nahrungsmittelverteilungen, aber auch durch langfristige Hilfe, wie die Organisation angibt: „Wir unterstützen 2.000 Bauernfamilien, dass sie sich langfristig selbst versorgen können. Vor allem kleinbäuerliche Familien leben allein von der Ernte ihres Feldes. Nachhaltige und ressourcenschonenden Anbaumethoden werden gerade in der Klimakrise immer wichtiger. Besonders unterstützt werden Frauen in den Projekten, um Resilienz in Gemeinschaften, Familien und darüber hinaus aufzubauen“, so die Leiterin der Entwicklungszusammenarbeit, Helene Unterguggenberger. Dazu gehören landwirtschaftliche Weiterbildungen, neue Bewässerungsformen, Werkzeuge und Saatgut, so die Organisation. Weitere nötige finanzielle Mittel sollen nun durch die aktuelle #fashion4future-Aktion akquiriert werden.

Mehr Tech & Nature

Startup-News by

Weiterlesen