EIT Climate KIC

EU-Innovationsinstitut investiert 4 Mio. Euro in Klimaschutz-Startups

Frauen, Karriere, Startup
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Die EU investiert über eine „Innovationscommunity“ des Europäischen Innovations- und Technologieinstituts EIT insgesamt 4 Millionen Euro in neun Klimaschutz-Startups. Die Jungunternehmen hatten sich für einen Call des „EIT Climate KIC“ im Zuge der Corona-Krise beworben. Das Programm „Extraordinary COVID-19 Venture Support“ wurde im Mai gestartet, um Klimaschutz-Startups zu unterstützen, die in der Coronavirus-Zeit Schwierigkeiten hatten, Kapital von Investoren zu beschaffen. Im Zuge der Krise hat das EIT für unterschiedliche Programme einen Sondertopf in der Höhe von insgesamt 60 Millionen Euro eingerichtet.

„Unsere Unternehmergemeinschaft ist stark von der COVID-19-Krise betroffen, sei es durch kurzfristige Stornierungen von Investitionen, Verlust von Kunden, Unterbrechung der globalen Lieferketten oder gar Ablenkung von der Priorisierung des Klimanotstands angesichts der unmittelbaren Wirtschaftskrise“, sagt Kirsten Dunlop, CEO von EIT Climate-KIC.

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Mehr als 300 Bewerber

Beworben hatten sich für das Programm mehr als 300 Projekte aus 25 Ländern. Davon wurden 19 ausgewählte Jungunternehmen zu einem Workshop eingeladen, in dem die potenzielle Auswirkung des Startups auf das Klima in den kommenden fünf Jahren analysiert wurde. Unter anderem auf dieser Basis wurden schließlich neun Startups für ein Investment in der Höhe von 320.000 bis 500.000 Euro ausgewählt.

„Unser Team hat sich für Unternehmen entschieden, die erheblich dazu beitragen werden, den Wiederaufbau besser zu vollziehen – und die Gelegenheit maximieren, die Dekarbonisierung zu beschleunigen und nachhaltige Lösungen einzuführen – sowie für Unternehmen, die bedeutende Meilensteine bei der Krisenprävention und Resilienz erreichen können, zumal die Wahrscheinlichkeit weiterer Schocks besteht“, so Dunlop.

Diese neun Startups erhalten ein Investment des EIT:

  • Alchemie Technology (500.000 EUR), ein Startup aus Großbritannien, vermarktet eine bahnbrechende neue Technologie für nachhaltiges Färben und Veredeln von Textilien.
  • Brill Power (500.000 EUR) ist ein in Großbritannien ansässiges Team von Batteriespezialisten, dessen Technologie die Leistung von Batteriesystemen mit intelligenter Steuerungstechnologie verbessert.
  • Bound4blue (500.000 EUR), ein spanisches Unternehmen, hat es sich zur Aufgabe gemacht, Reedern und Schifffahrtsbetreibern, die ihre Treibstoffkosten und Schadstoffemissionen um bis zu 30 % senken möchten, automatisierte windgestützte Antriebssysteme (Flügelsegel) zur Verfügung zu stellen.
  • Dabbel AI (320.000 EUR) hat in Deutschland eine auf künstliche Intelligenz (AI) ausgerichtete Software entwickelt, die in der Lage ist, kommerzielle Gebäudeenergiesysteme selbst zu verwalten. DABBEL ist weltweit verfügbar und ersetzt das menschliche Gehirn des Bauingenieurs durch künstliche Intelligenz, wodurch der Energieverbrauch und die CO2-Emissionen um bis zu 40 Prozent reduziert werden.
  • Everimpact (320.000 EUR) ist ein französisches Unternehmen, das eine Software entwickelt hat, die Daten von Satelliten, Bodensensoren und KI kombiniert, um Städten und Unternehmen dabei zu helfen, ihre Treibhausgasemissionen zu messen und Möglichkeiten zur Reduzierung ihres CO2-Fußabdrucks zu identifizieren.
  • PlanBlue (500.000 EUR), ein deutsches Unternehmen, kombiniert Satellitentechnologie mit künstlicher Intelligenz und der Unterwassernavigation in einer intelligenten Unterwasserkamera, um die Auswirkungen des Klimawandels, die biologische Vielfalt und die Verschmutzung durch Plastikabfälle zu überwachen, aber auch um nachhaltige industrielle Aktivitäten in und in der Nähe von Meeresbodengebieten, Seeböden und Flussbetten zu ermöglichen.
  • Die UniSieve AG (440.000 EUR), ein Schweizer CleanTech-Unternehmen, bietet Kunden in der Chemie- und Energieindustrie nachhaltige Membrantrennungslösungen an.
  • Vultus (500.000 EUR), ein schwedisches Unternehmen, beseitigt Abfall in der Landwirtschaft durch das Angebot von satellitenbasierten Vorschriften, wodurch der Stickstoff-, Fungizid- und Wasserverbrauch um 30 Prozent reduziert wird.

Das EIT ist eine Einrichtung der EU und wesentlicher Bestandteil des EU-Rahmenprogramms für Forschung und Innovation, Horizon 2020. Das EIT unterstützt mit sogenannten KICs, Knowledge and Innovation Communities, Startups in unterschiedlichen Sektoren.

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