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EU: Fortschritte bei Nachhaltigkeit, aber nicht im Klimaschutz

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Die 27 EU-Staaten haben in den vergangenen 5 Jahren insgesamt große Fortschritte bei den 17 Nachhaltigkeits-Zielen der Vereinten Nationen, den „Sustainable Development Goals“ (SDGs), gemacht. Das geht aus dem Fortschrittsbericht hervor, den das europäische Statistikamt Eurostat vorgelegt hat. Das gilt aber nicht für alle Ziele gleichermaßen – so sei die EU im Klimaschutz stagniert.

Verschärfung der Ziele angedacht

Laut Eurostat sei die Union nicht auf dem Weg, 2030 um 40 Prozent weniger Treibhausgase auszustoßen als noch 1990. Allerdings: Der „Green Deal“ der EU konnte in dem Bericht nicht mehr berücksichtigt werden, der auf Daten von 2013 bis 2018 aufbaut. Die UNO hatte die SDGs 2015 verabschiedet und die EU bekennt sich offiziell zu ihrer Erreichung. Im Raum steht nun sogar eine Verschärfung des Ziels auf 50 bis 55 Prozent weniger CO2-Ausstoß bis 2030. Einfach wird das nicht, denn Studien zufolge müssten für das nachgebesserte Ziel in zehn Jahren bis zu 88 Prozent aller Neuwagen emissionsfrei fahren, berichtet die European Climate Foundation.

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Rückschritt bei Geschlechtergerechtigkeit

In anderen Bereichen der SDGs hat sich die EU hingegen stark verbessert. Dem Bericht zufolge gab es die größten Fortschritte bei „Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen“, im Bereich Gesundheit oder im Kampf gegen Armut und Hunger, sowie beim Wirtschaftswachstum. Einen Rückschritt verzeichnete Eurostat hingegen bei der Geschlechtergerechtigkeit. Österreich lag bei Gesundheit und Wirtschaftswachstum über dem EU-Durchschnitt, Rückschritte gab es laut Eurostat bei „Hochwertige Bildung“.

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