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Enpal: Solar-Startup verdreifacht Ausbau 2020 und holt sich zusätzlich 100 Mio. Euro

Die drei Gründer des Startups ©enpal
Die drei Gründer des Startups ©Enpal

In dieser Woche nun konnten sich endlich die Regierungsparteien und die SPÖ auf den aktuellen Entwurf des Erneuerbaren Ausbau Gesetzes           ( EAG ) in Österreich einigen und so die dafür nötige 2/3 Mehrheit bilden. Aber erneuerbare Energien sind natürlich nicht nur in Österreich ein Thema. In Deutschland konnte sich nun aktuell ein Startup für die Weiterentwicklung ihrer Solarenergie-Vision eine satte Finanzierungsrunde sichern. Das Berliner Startup Enpal schnappt sich in der für das Unternehmen bisher größten Finanzierungsrunde 100 Millionen Euro.

2017 gründete Mario Kohle zusammen mit Viktor Wingert und Jochen Ziervogel das Solarenergie-Startup Enpal. Das Prinzip des Startups: Sie bieten Solarpanele im Abo-Modell an, statt sie zu verkaufen. So sinken die Anschaffungskosten für Interessierte und der Zugang zu erneuerbaren Energien wird niederschwelliger. Das kommt an. Das zeigen zumindest die Zahlen des letzten Jahres. Laut den Angaben des Jungunternehmens ist Enpal mit über 8.000 Kunden führend bei der Vermietung von Solaranlagen und konnte sein Ergebnis mit über 4.500 installierten Anlagen 2020 verdreifachen.

Ziel: Größte Energieplattform Europas zu werden

Dabei soll es aber nicht bleiben, die Pläne von Co-Founder und CEO Kohle sind größer: „Schon heute bauen wir jeden Tag so viele Anlagen wie im gesamten Jahr 2017. Dieses Momentum wollen wir in den nächsten Jahren ausbauen, um Ende des Jahrzehnts eine Million Solaranlagen installieren zu können.“ Damit wollen sie zur größten Energieplattform Europas werden, so die Ankündigung der Gründer.

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Bei der nun kürzlich abgeschlossenen Finanzierungsrunde tauchen einige bekannte Namen der internationalen Gründerszene auf. So führte zwar HV Capital die Runde an, darüber hinaus beteiligten sich aber auch unter anderem der Mitgründer des amerikanischen Unternehmens  SolarCity Peter Rive, HelloFresh-Mitgründer Thomas Griesel und Ex-Auto1-COO Christopher Muhr an der Runde. Auch Delivery-Hero-Gründer Lukasz Gadowski und Alexander Samwer (Picus Capital) und seit 2020  die Zalando-Gründer und der führende Silicon Valley-Investor Princeville Capital unterstützen Enpal, so das Jungunternehmen.

Mit den aktuell eingesammelten 100 Millionen Euro will das Unternehmen nun weiter wachsen. Dafür wollen sie auch in neue Technologien und eine breitere Produktpalette investieren, so der CEO Kohle: „Neben Solaranlagen bieten wir jetzt auch Stromspeicher für unsere Kunden an, um grüne Energie endlich massentauglich und für alle Haushalte erschwinglich zu machen.” Damit wollen sie ihre ehrgeizigen Ausbaupläne bis Ende des Jahrzehntes in die Praxis umsetzen.

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