Sonne und Wind

Energiebilanz 2019: Anteil der erneuerbaren Energien sinkt

© UNSPLASH / suganth
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Die Österreichische Regierung plant bis 2030 den lokalen Strombedarf aus 100% erneuerbaren Energiequellen decken zu können und bis 2040 klimaneutral zu sein. Trotzdem ist der Anteil der erneuerbaren Energien am Energieverbrauch in Österreich laut der aktuellen Energiebilanz der Statistik Austria von 2018 auf 2019 rückläufig. Im Besonderen im Hinblick auf die Temperaturrekorde der letzten Jahre, macht diese Entwicklung für die österreichische IG Windkraft weiter die Dringlichkeit der raschen Umsetzung von Umweltschutzmaßnahmen und der Verabschiedung des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes (EAG) in 2021 deutlich. 

Ökostrom könnte 2025 größte Energiequelle der Welt sein

Leichter Anstieg der Erneuerbaren Energien im Bereich Stromverbrauch 

Um 0,5 Prozent ist der Anteil der erneuerbaren Energien in Österreich von 2018 und 2019 nach Veröffentlichungen der Statistik Austria gesunken. Somit machten diese 2019 noch 33,6 Prozent aus. Im Bereich der Wärme und Kühlung ist der Anteil der erneuerbaren Energien um 1,1 Prozent, somit auf 33,8 Prozent, gesunken. Der größte Rückgang ist im Bereich Verkehr zu bemerken. 9,8 Prozent des Verkehrs sind mit erneuerbaren Energien unterwegs, das bedeutet eine Minderung von 1,8 Prozent 2019 im Vergleich zum Vorjahr. Lediglich beim Stromverbrauch konnte 2019 ein Anstieg an erneuerbaren Energien ausgemacht werden. Dies ist nach Aussagen des IG Windkraft Geschäftsführers Stefan Moidl auf eine überdurchschnittliche Stromerzeugung von Wasser-und Windkraft 2019 zurückzuführen: „Der leichte Anstieg ergibt sich daher trotz und nicht wegen dem immer weiter absinkenden Ausbau bei den erneuerbaren Energien.“ Der Anteil des durch erneuerbaren Energien erzeugten Stroms ist 2019 um 5% gestiegen.

EAG: Dringend erwartetes Ökostrom-Gesetz verspätet sich

Erneuerbaren Energie Gesetz  soll Kehrtwende bringen 

Eine Umkehrung des aktuellen Trends könnte die Verabschiedung des geplanten Erneuerbaren-Ausbau-Gesetzes (EAG) bringen. Bereits für den 01. Jänner 2021 war das Gesetz zunächst geplant, wird sich aber nach Kritik auf EU-Ebene nach Aussagen des Klimaschutzministeriums im November 2020 noch verzögern. Das EAG soll die Grundlage für die Errichtung von zahlreichen Ökostrom-Kraftwerken bilden. Auch die österreichische IG Windkraft spricht dem neuen Gesetz eine wegweisende Bedeutung zu und hofft auf baldige Umsetzung, Moidl: „Wir hoffen, das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz wird nun ohne Stolpersteine auf den Weg gebracht und in einem nationalen Schulterschluss im Parlament beschlossen.” Zwei Drittel der Stimmen im Nationalrat sind für Umsetzung des Gesetzes notwendig. 

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