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Umfrage

Deutschland: 60 Prozent wollen vom Sofa aus Aktivismus betreiben

Home Office: Viele wollen Aktivismus vom Sofa aus betreiben © Malte Helmhold on Unsplash
Home Office: Viele wollen Aktivismus vom Sofa aus betreiben © Malte Helmhold on Unsplash

Freiwilligenarbeit steht oft mit physischer Präsenz in Verbindung, beispielsweise in Unterkünften für Flüchtlinge, Altersheimen oder Stätten für Obdachlose. Jedoch ist es auch möglich, über den Computer Aktivismus zu betreiben. Es ist möglich, NGOs und gemeinnützige Organisationen beispielsweise bei IT-Fragen, Design-Aufgaben, oder der Konzeption von Social-Media-Strategien, bei Übersetzungsleistungen oder der Moderation von Workshops zu unterstützen. Einer Umfrage der Organisation Patagonia Action Works zufolge wollen sich in Deutschland 60 Prozent der Menschen, die digital arbeiten, gerne auf diese Weise engagieren, vor allem für Umweltschutz.

Flexibilität Voraussetzung für Engagement

Im Auftrag von Patagonia Action Works befragte das Marktforschungsinstitut Appinio 1.001 Angestellte im Alter zwischen 18 und 65 Jahren. Voraussetzung für die Teilnahme war, dass sie mehr als 50 Prozent ihrer Zeit werktags am Laptop oder PC arbeiten. Mehr als 60 Prozent der Befragten gaben dabei an, dass sie es für wahrscheinlich halten, dass sie in Zukunft digitale Aktivist:innen werden. Vor allem durch die Corona-Pandemie und das verstärkte Arbeiten von zu Hause aus liegt digitales Engagement im Trend.

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Durch die Coronakrise hat sich auch der Arbeitsalltag vieler Digitalarbeiter:innen verändert. Der Umzug in das Homeoffice brachte laut Patagonia Action Works eine Zeitersparnis von durchschnittlich 35 Minuten mit sich. Bei der repräsentativen Umfrage zeigte sich, dass vor allem die Vereinbarkeit mit dem Job oder Studium und mehr Flexibilität wichtige Voraussetzungen dafür sind, sich ehrenamtlich zu engagieren. Auch wenn mit 86 Prozent die große Mehrheit der Befragten angibt, dass sie Freiwilligenarbeit für sehr wichtig halten, sagen gleichzeitig 64 Prozent, dass sie sich aktuell nicht freiwillig engagieren. Als Grund dafür nennen 62 Prozent den Faktor Zeit.

Mehrheit bevorzugt digitalen Aktivismus

Digitales Engagement hebt das Zeitproblem auf, das klassisches Vor-Ort-Engagement mit sich bringt, und ermöglicht es eher, Job, Familie und Freizeit mit Freiwilligenarbeit zu verbinden. Auch deshalb zieht die deutliche Mehrheit (64 Prozent) das digitale Engagement der Freiwilligenarbeit vor Ort (24 Prozent) vor. Jedoch findet es die Mehrheit der Befragten (64 Prozent) eher schwierig, sich über Angebote zur Freiwilligenarbeit zu informieren.

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Diesen Trend unterstützt Patagonia Action Works, besonders im Bereich Klimaschutz. Die Organisation bietet eine Plattform, die Freiwillige mit Umweltgruppen kostenfrei vernetzt. “Täglich sehen wir Umweltkatastrophen im Fernsehen, zuletzt auch direkt vor unserer Haustüre. Engagement für den Umwelt- und Klimaschutz kann ein Rezept gegen Verzweiflung sein.  Daher bieten wir eine Informationsplattform an und möchten Digitalarbeiter:innen jeden Alters ermutigen, ihre Kompetenzen bequem von zu Hause aus für den Umweltschutz einzusetzen”, sagt Birgit Grossmann, Enviro & Marketing Manager Deutschland und Österreich bei Patagonia.

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