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C!rcly: Münchener Startup verwandelt Kaffeesatz zu Naturkosmetik

Die beiden Gründer des Startups ©Circly
Die beiden Gründer des Startups ©Circly

Die Kreislaufwirtschaft als Betätigungsfeld für Startups hat Gründer gepackt – und deswegen gibt es nun sowohl in Österreich als auch in Deutschland gleich zwei Startups, die auf den Namen Circly hören. Während die Niederösterreicher an KI-Software für effizientere Lieferketten und damit am Ende weniger Lebensmittelverschwendung im Handel arbeiten, sind die Münchner C!rcly (Achtung, da hat sich ein Rufzeichen anstelle des „i“ in den Namen verirrt) auf den Kaffeesatz als Grundstoff für Naturkosmetik gekommen.

Die Österreicher haben übrigens die Markenrechte auf den Namen Circly mit „i“, während die  Münchner eigentlich unter der Marke „C!RCLY“ fahren und die Foodignity Labs GmbH betreiben. Den Foodignity-Gründern zufolge will man „zeitlich vor der Circly GmbH die Markenrechte sowie Domains angemeldet“ haben. Soweit also der markenrechtliche Hintergrund, der noch ein Nachspiel zwischen den beiden Jungfirmen haben könnte.

Maximilian Munz und Oliver Kremer, zuvor als Unternehmensberater mit viel Kaffeekonsum tätig, arbeiten nun seit 2018 daran,  Hautpflegeprodukte aus Kaffee und Fruchtsäften zu machen und ist damit eines von vielen Startups, die sich dem Thema Upcycling widmen. „Unser Anspruch ist es, Naturkosmetikprodukte zu entwickeln, die einen echten Mehrwert für deine Haut bieten. Dabei sollen diese so umweltfreundlich wie möglich sein. Sowohl in den Inhaltsstoffen als auch in der Verpackung. Wir verzichten auf umstrittene Inhaltsstoffe, oder Stoffe, die unter fragwürdigen Bedingungen angebaut werden und sagen ja zur Ressourcenschonung“, so die beiden Gründer.

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Auch Verpackung aus recycelten Materialien

Die recycelten Rohstoffe, die C!rcly verarbeitet, stammen von Partnern aus der Getränkeindustrie. Derzeit werden im eigenen Online-Shop sowie im Handel zwei Produkte angeboten, und zwar ein Gesichtsserum sowie ein Pflegelippenstift, beide gemacht aus Kaffeeöl. Auch bei der Verpackung gibt man sich Mühe, diese besteht aus Graspapier oder recyceltem Karton sowie Glas, Naturkautschuk und recyceltem PET.

Mit Hilfe einer Crowdfunding-Kampagne will C!rcly nun aufs nächste Level kommen. Rund zehntausend Kunden und Listungen in etwa 700 Shops (u.a. Bipa) gibt es bereits. Damit das mehr wird, läuft demnächst eine Crowdfunding-Kampagne an, bei der die Gründer 300.000 Euro einsammeln wollen. Die Unternehmensbewertung vor Beteiligung der Crowd-Investoren liegt aktuell bei einer halben Million Euro.

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