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Weltpremiere

Camping: Durch Solar-Power betriebener Camper „Stella Vita“ erstmalig gestartet

Das erste solarbetriebene Wohnmobil der Welt ©STE / Bart van Overbeeke
Das erste solarbetriebene Wohnmobil der Welt ©STE / Bart van Overbeeke

Noch verstärkt durch die Corona-Pandemie erlebt die Urlaubsform des Campings wieder einen wahren Boom. Verlockungen gibt es dabei viele: die Freiheit und Ungebundenheit während des Fahrens, die Möglichkeit sich, bei Wunsch, von der Welt abzuschotten und mit sich und den Mitreisenden allein großartige Naturspots zu erkunden und dabei den eigenen Rückzugsort immer dabei zu haben. Auf den ersten Blick wirkt diese Form des Urlaub dabei auch deutlich umweltfreundlicher als andere Varianten. Immerhin wird so auf lange Flugreisen und Ressorts mit riesigen Poolanlagen und beleuchteten Hallen verzichtet. Wie nachhaltig das Campings aber wirklich ist, hängt dann natürlich von dem eigenen Fortbewegungsmittel ab. Hat dieses bereits einige Jahr(zehnte) hinter sich, ist der Verbrauch und der Anrieb oft wenig sparend.

Nun aber haben Studierende der TU Eidhoven eine Alternative vorgestellt. Dieser kommt somit, wenig verwunderlich, aus einem der camping-affinsten Länder Europas, und  ist der erste solarbetriebene Wohnwagen der Welt.

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Genug Energie fürs Camping Leben

„Stella Vita“ – das ist der vielversprechende Name des ersten Solar-Campers der Welt. Der Name, welcher somit im übertragenen Sinne mit „lebender Stern“ zu übersetzen wäre, trifft damit höchstwahrscheinlich auch die Intention des Entwicklerteams. Denn das Stella Vita ist laut einer Mitteilung der TU Eidhoven viel mehr als ein Wohnmobil, sondern ein Haus auf Rädern. Ausgestattet mit Solarpaneelen auf dem Dach soll sich das Stella Vita komplett autark selber mit Energie versorgen können und wäre somit nicht auf Ladestationen am Weg angewiesen. Neben dem reinen Fahrbetrieb soll die Energie den Niederländern zufolge auch für tägliche Aktivitäten wie duschen, fernzusehen, aufladen des Laptops und kochen des Kaffees reichen.

Das Dach des Gefährtes lässt sich der TU Eidhoven zufolge im geparkten Zustand hochklappen, sodass ein bequemes Stehen im Innenraum ermöglicht wird. Außerdem können so weitere Solarzellen aufgeklappt werden, sodass sich die Solarfläche auf bis zu 17,5 Quadratmeter verdoppele. Bis zu 730 Kilometer soll das Gefährt so an einem sonnigen Tag zurück legen können. Somit bleibt die Unabhängigkeit dieser Art des Urlaubs erhalten und der Siegeszug des Gefährtes hängt nicht vom weltweiten Ladestationenausbau ab. Das ist bisher ja ein Manko bei der Etablierung von E-Autos.

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Stella Vita ist bereits Richtung Spanien unterwegs

Inwiefern sich das Stella Vita auch in der Praxis bewährt, wird im Moment getestet. Studierende der TU Eidhoven sind im Moment von Eidhoven bis an die südlichste Spitze Spaniens unterwegs. Am 19. September ist das Team aufgebrochen und will nun die insgesamt 3.000 Kilometerlange Strecke allein durch die Kraft der Sonne schaffen. Somit wird diese Reise zeigen, ob vielleicht nicht schon in der näheren Zukunft der Camping-Boom durch ein nachhaltigeres Gefährt unterstützt wird.

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