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Krypto-Mining

Bitcoin ist umweltschädlichste Kryptowährung

Bitcoin © MichaelWuensch / Pixabay
Bitcoin © MichaelWuensch / Pixabay

Das Mining von Kryptowährung ist für die Umwelt eine große Gefahr, weil der Energieaufwand dabei gewaltig ist (Tech & Nature berichtete). Vor allem die Top-Währung Bitcoin möglicherweise im Vergleich zu allen anderen Coins am umweltschädlichsten. Laut der Website Coin Carbon Cap sind Bitcoins pro Transaktion momentan selbst im Idealfall die am wenigsten energieeffiziente digitale Währung, was vor allem an der Technologie liegt, die Mining-Unternehmen verwenden.

„Tatsächlicher Aufwand ist höher“

Pro Bitcoin-Transaktion entstehen laut der Analyse im Idealfall 113,9 Kilogramm an CO2-Emissionen. Damit ist die Währung in der Energieeffizienz-Liste auf dem letzten Platz. Die Nummer eins Bitcoin SV, hier liegen die Emissionen nur bei 0,5 Kilogramm pro Transaktion. Auf dem zweiten Platz befindet sich Ethereum mit fünf Kilogramm. Dagegen weit abgeschlagen auf dem elften Platz liegt die Dogecoin mit gewaltigen Emissionen von 79,4 Kilogramm. Bis Bitcoin-Miner mit ihren Aktivitäten eine Megawattstunde umgesetzt haben, müssen sie durchschnittlich nur 2,2 Transaktionen durchführen. Auch damit liegt die Währung auf dem letzten Platz. Bei Bitcoin SV sind es dagegen etwa 407 Transaktionen.

Bitcoin-Mining muss grüner werden, um das CO2-Problem von Crypto zu lösen

Coin Carbon Cap misst die Energieeffizienz, indem sie die Hashrate der einzelnen Währungen in den letzten 24 Stunden durch die Effizienz der jeweils umweltfreundlichsten verfügbaren Mining-Hardware dividiert. „Der tatsächliche Energieaufwand ist vermutlich signifikant höher. Denn nur eine Minderheit der Miner verwendet die energieeffizienteste Hardware. Aber zum Vergleich haben wir uns das bestmögliche Szenario für jede Kryptowährung angeschaut“, heißt es von Coin Carbon Cap.

Bitcoin-Miner nutzen teils Kohle

Auch wenn Bitcoin SV also auf dem ersten Platz liegt, ist das hauptsächlich der umweltfreundlichen Technologie geschuldet, die einige Miner verwenden. Ein großes Argument von Elon Musk gegen Bitcoin war, dass Mining teilweise durch fossile Brennstoffe wie Kohle angetrieben wird. Tatsächlich ist laut Coin Carbon Cap der Transaktions-Verkehr bei der Währung wesentlich höher als bei den meisten anderen Kryptowährungen. Um den gewaltigen Energieverbrauch beim Mining nachhaltig stemmen zu können, ist die entsprechende Technologie nötig. Diese kommt allerdings unter anderem auch bei Bitcoin zum Einsatz. Ein Beispiel ist der auf die Währung spezialisierte britische Miner Argo Blockchain, dessen Datenzentren verstärkt auf Wasserkraft setzen.

Liste der energieeffizientesten Kryptowährungen © Coin Carbon Cap
Liste der energieeffizientesten Kryptowährungen © Coin Carbon Cap

Richtigstellung: In einer früheren Version dieses Artikels haben wir Bitcoin fälschlicherweise als energieeffizienter als Dogecoin und Co dargestellt. In dieser Version ist das berichtigt.

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