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Bio-Aktionsplan

Bio-Regionen & Forschungsgelder: EU will Bio-Flächenanteil deutlich erhöhen

© Christian Lue/ Unsplash
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Die Europäische Union möchte den Anteil der biologisch/ ökologisch bewirtschafteten Flächen innerhalb des Staatenverbundes erhöhen. Im Rahmen der Biodiversitäts- und „Farm to Fork“ Strategie soll der Bio-Flächenanteil in der EU bis 2030 bei 25 Prozent liegen. Bisher liegt dieser nach Angaben der Europäischen Kommission bei rund 8,5 Prozent und würde bei gleichbleibenden Wachstum 2030 bei nur bei etwa 15 bis 18 Prozent liegen. Der aktuell vorgestellte Aktionsplan zur Förderung der Bioproduktion soll das Tempo bei der Ausweitung der biologisch/ ökologisch bewirtschafteten Flächen nun erhöhen.

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Mehr Bio in öffentlichen Kantinen

Insgesamt drei Schwerpunktbereiche nennt der Aktionsplan. So wurden in den Bereichen Förderung des Verbrauchs, Ausbau der Produktion und weitere Stärkung der Nachhaltigkeit insgesamt 23 Maßnahmen für eine Steigerung der Bioproduktion genannt.

Unter anderem schlägt die Europäische Kommission in dem Aktionsplan vor, das Angebot von Bio-Lebensmitteln in öffentlichen Kantinen über das öffentliche Auftragswesen zu erhöhen. Auch soll die Rückverfolgung von Bio-Erzeugnissen verbessert werden.  Zukünftig werden die Fördermittel der EU im Rahmen des Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) noch mehr an ökologische/ biologische Anbau geknüpft. Dafür soll es im Rahmen der künfitigen GAP 2023 -2027 eine Öko-Regelung geben.

EU plant „Bio-Tag“ und „Bio-Regionen“

Weiterhin möchte die EU künftig „Bio-Regionen“ auszeichnen  und es soll jährlich EU-weit einen Bio-Tag geben. Um zukünftig die Forschung im Bereich der ökologischen Landwirtschaft zu fördern, will die Europäische Kommission 30 Prozent der Mittel für landwirtschaftliche Forschung- und Innovationsmaßnahmen an den Bezug zum Bio-Sektor knüpfen.

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Postive Reaktionen aus Österreich

In Österreich ist der heute vorgestellte Aktionsplan der EU auf positive Resonanz gestoßen. So hebt die Umweltschutzorganisation Global 2000 unter anderem die Integration von Bioprodukten in die verbindlichen Mindestkriterien in der öffentlichen Beschaffung hervor und bewertet auch die zweckgebundenen 30 Prozent der Forschungsgelder als sinnvoll.

Auch die Organisation BIO Austria zeigt sich zufrieden: „Mit dem nun vorliegenden Bio-Aktionsprogramm hat die Kommission ein umfassendes Paket zur Stärkung von Bio vorgelegt, dass sowohl Anreize zur Produktions- als auch zur Absatzsteigerung von Bio-Lebensmitteln enthält“, sagt Obfrau und Biobäuerin Gertraud Grabmann. Auch sie heben insbesondere die zweckgebundenen Forschungsgelder hervor. Außerdem sehen sie große Möglichkeiten durch die Errichtung von „Bio-Regionen“.

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EU fordert Staaten zur Umsetzung auf

Die Maßnahmen des Aktionsplans zur Förderung der Bioproduktion soll laut Angaben der Europäischen Kommission nun entsprechend von den Mitgliedstaaten aufgegriffen werden. So fordert die Europäische Kommission die Länder auf, eigene nationale Aktionspläne für den Bio-Sektor auszuarbeiten und diese Maßnahmen in die nationalen GAP-Strategiepläne mit einfließen zu lassen.

 

 

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