Carbon Removal

Bezahldienst Stripe ermöglicht Online-Shops CO2-Reduktion

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Der US-Bezahldienst Stripe ermöglicht Zahlungen in Millionen Online-Shops weltweit – besonders in der Startup-Szene ist die Software beliebt. Dementsprechend groß könnte der Impact sein, wenn Stripe flächendeckend eine „Climate“-Option startet. Damit können Unternehmen einen Teil ihres Umsatzes, der über Stripe abgewickelt wird, automatisch in Klimaschutzprojekte fließen lassen. Im Unterschied zu vielen anderen Initiativen dieser Art, werden dabei nicht etwa Wälder aufgeforstet. Vielmehr geht das Geld an solche Projekte, die aktiv CO2 aus der Atmosphäre abziehen und speichern.

1 Mio. Dollar pro Jahr

Eines der Projekte speichert CO2, das in industriellen Prozessen anfällt, beispielsweise in frischem Beton, wo das Gas mineralisiert und die Masse festigt. Climeworks errichtet auf Island eine große Anlage, die aktiv CO2 aus der Luft entfernt und für andere Zwecke nutzbar macht. Und andere Projekte, die Stripe unterstützt, sind in der Forschung tätig oder erzeugen aus CO2 Bio-Öl. Bereits im Mai hatte Stripe bekannt gegeben, jährlich mindestens 1 Million Dollar in solche Projekte investieren zu wollen.

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Zunächst auf USA beschränkt

Mit Stripe Climate will der Bezahldienst nun möglichst viele Unternehmen an Bord holen. Bisher wurde das Angebot von rund 25 Beta-Kunden ausprobiert und ist nun zum Start in den USA verfügbar. Demnächst soll das Angebot in weiteren Ländern starten, schreibt Stripe – wann genau, ist aber noch unklar. Bisher ist Stripe in mehr als 120 Ländern tätig – zu den Kunden zählen neben vielen Startups auch etablierte IT-Größen wie Amazon, Google, Uber, Microsoft, Spotify oder Expedia.

Stripe Climate zeigt Nutzern das Engagement des Unternehmens bei jeder Zahlung an. Im Zahlungsvorgang und auf der Rechnung erscheint dann ein Hinweis, dass 1 Prozent des Rechnungsbetrags in CO2-Removal-Projekte fließt. Stripe verspricht, das Geld ohne weitere Gebühren direkt an die wissenschaftlich ausgewählten Projekte zu spenden.

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