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7-stelliges Investment gesichert

Avocargo: Berliner Startup bietet Lastenräder im Sharing-Modell an

Avocargo-Gründer Marc Shakory-Tabrizi, Matti Schurr und Loic Pinel © Avocargo
Avocargo-Gründer Marc Shakory-Tabrizi, Matti Schurr und Loic Pinel © Avocargo

Scooter, Roller, Fahrräder – Mittlerweile gibt es fast alle erdenklichen Fortbewegungsmittel als Sharing-Modell. Einzelpersonen fahren damit flexibel von A nach B und umgehen damit bequem den morgendlichen Stau. Doch was ist, wenn mal ein Einkauf transportiert oder das Kind mitgenommen werden muss? Mit einem einzelnen Gefährt stoßen Fahrer:innen schnell an eine Grenze. Gerade deshalb erfreuen sich elektrische Cargo-Bikes steigender Beliebtheit. Anbieter wie das deutsche Startup Avocargo bringen die Lastenfahrräder nun als Sharing-Modell auf die Straße. Mit diesem Konzept hat sich Startup wie am Montag angekündigt nun das erste große Investment gesichert.

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Free-Floating Modell

Avocargo wurde im März 2021 von Marc Shakory-Tabrizi, Matti Schurr, und Loic Pinel in Berlin gegründet. Zunächst starteten die Gründer mit zehn Cargo-Bikes in einem kleinen Geschäftsgebiet am Prenzlauer Berg. Im vergangenen September wurde das Angebot auf 110 Räder und das Gebiet auf Friedrichshain und Berlin-Mitte erweitert. Über eine App können die Berliner Kund:innen elektrische Lastenräder mieten. Pro 20 Minuten bezahlen Kund:innen dabei 1,90 Euro, für jeden Leihvorgang wird eine Startgebühr von einem Euro berechnet.

Die Abgabe erfolgt wie bei anderen Anbieter:innen ortsungebunden – durch das Free-Floating Modell ohne feste Stationen können Nutzer:innen die E-Lastenräder an einem Ort ihrer Wahl abstellen. Beenden sie ihre Miete, müssen sie das Rad an einem festen Objekt, beispielsweise an einem Fahrradbügel anschließen und per App ein Foto aufnehmen. So will Avocargo vermeiden, dass die Lastenräder Rad- oder Gehwege blockieren oder beschädigt werden. Neben dem Direktkundengeschäft arbeitet das Startup auch mit Unternehmen wie Bio Company und Obi zusammen – die Handelspartner übernehmen für ihre Kundinnen und Kunden bei einem Einkauf einen Teil der Avocargo-Mietkosten.

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Siebenstelliges Investment

Mit seinem Konzept konnte das junge Startup bei einer ersten Finanzierungsrunde nun Investor:innen überzeugen. Avocargo sammelte dabei ein Investment im unteren siebenstelligen Bereich ein. Zu den Investor:innen gehören etwa EIT InnoEnergy, ein europäischer Investor in Klimatechnologien, sowie EXXETA AG, WestTech Ventures und Starthub Ventures. Auch Business Angels wie unter anderem Alexander Eitner, Florian Haus, Jerrit Siegmund und David Shakory sind mit an Bord. „Die Finanzierung wird uns helfen, unser Angebot an E-Lastenrädern auszubauen und ist eine schöne Bestätigung für unser Potenzial im europäischen Mobilitätsmarkt“, sagt Matti Schurr, CEO von Avocargo in einer Presseaussendung zum Investment.

Mit dem Investment will der E-Cargo-Bike-Anbieter laut eigenen Angaben die weitere Expansion im In- und Ausland vorbereiten. Weiterhin will Avocargo das Team erweitern und bestehende Prozesse ausbauen, wie etwa das Inhousing des Technologiebereichs und die Weiterentwicklung der Hardware. Für 2022 ist laut eigenen Angaben eine Expansion in weitere deutsche Städte sowie das EU-Ausland geplant.

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