Mundraub

An diesen Orten kannst du in Wien gratis Obst pflücken

Maulbeeren findet man in so manchem Wiener Park kostenlos zum Selbstpflücken © Unsplash
Maulbeeren findet man in so manchem Wiener Park kostenlos zum Selbstpflücken © Unsplash

Nicht viele Menschen wissen, dass man sich im Sommer kostenlos durch Wien naschen kann. In zahlreichen Parks stehen Obstbäume, oft sind sie aber auch auf anderen städtischen Grünflächen zu finden. Manchmal kennt man den einen oder anderen Obstbaum, vielleicht eine Beerenstaude, tatsächlich gibt es Wien aber tausende Möglichkeiten, sich eine Jause zu pflücken. Wo genau, zeigen einige Projekte, die von dem Engagement zahlreicher Freiwilliger getrieben sind. Tech & Nature gibt hier einen Überblick:

Wildobstwiese Kaisermühlen

Das jüngste öffentliche Obstprojekt in Wien ist die Wildobstwiese auf der Donauinsel in der Nähe der Kaisermühlenbrücke. Im Mai wurden dort auf 2.000 Quadratmetern 25 Bäume gesetzt, die nicht nur zum Naschen gedacht sind. Die Wildobstsorten dienen auch als ökologisch wertvoller Lebensraum für Vögel und Insekten. Zu finden sind dort Holzapfel, Vogelbeere, Steinweichsel, Weiße und Schwarze Maulbeere, sowie Edelkastanie.

Mundraub

Hinter Mundraub.org steckt die deutsche Terra Concordia, die sich auf die Fahnen geschrieben hat, Bildungsarbeit in Sachen Pflanzenkunde voranzutreiben. Mit zahlreichen Freiwilligen und einer wachsenden Internet-Community hat Mundraub eine interaktive Karte aufgebaut, auf der mittlerweile fast 60.000 Obstbäume, Beerensträucher und andere genießbare Pflanzen zu finden sind. Jeder und jede kann sich anmelden und mit wenigen Klicks selbst einen Fund eintragen. Alleine in Wien sind mehr als 4.000 Fundstellen eingetragen und auf der Karte kann man sogar gezielt nach Obstbäumen, Sträuchern, Kräutern oder Nüssen filtern. Selbst in Bezirken mit wenig Grünfläche findet sich ein erstaunlich großes Angebot, das neben Apfel, Birne, Hasel- und Walnuss, auch Mirabellen, Zwetschken, Maulbeeren oder Kirschen umfasst.

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Fruchtfliege

Fruchtfliege verfolgt einen ähnlichen Ansatz wie Mundraub: NutzerInnen können Meldungen verschiedener Obstsorten in diesem Fall ganz ohne Registrierung eintragen und die werden dann auf einer Karte oder als Liste dargestellt. Eine kleine Besonderheit: Fruchtfliege nutzt auch öffentliche Daten der Stadt Wien und zwar aus dem Baumkataster, der auch die Baumart verzeichnet. Praktisch ist, dass man hier nach einzelnen Sorten filtern kann: Apfel, Mirabelle (Kriecherl), Birnen, Kirchen, Vogelkirsche, Marille, Maulbeere, Zwetschke, Holler, Mandeln oder Walnuss.

ObstStadt Wien

Der Verein ObstStadt versammelt eine Community aus Freiwilligen, die im öffentlichen Raum Obstbäume pflanzen – geerntet werden darf von jedem, der vorbei kommt nach dem Prinzip „fair use“: „so viel man in den eigenen Händen tragen kann“. Auch Mitmachen ist natürlich erlaubt, entweder als unterstützendes Mitglied über Spenden oder als ObstpatIn, wenn man selbst Bäume pflanzen und pflegen möchte. Gepflanzt wurden bisher an der Alten Donau, auf der Donauinsel, am Wiener Berg und im Hugo-Wolf-Park in Döbling – eine Karte gibt einen Überblick über die Bäume.

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